Deutsche IT-Branche ist zuversichtlich
Die Firmen der deutschen Informations- und Telekommunikationsbranche [ITK] rechnen weiter mit guten Geschäften im laufenden Jahr.
Der deutsche Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien [BITKOM] bekräftigte auf Basis der vierteljährlichen Umfrage unter seinen Mitgliedsunternehmen seine Prognose, das Umsatzplus der Branche werde 2005 mit 3,4 Prozent auf 135,2 Milliarden Euro deutlich über dem allgemeinen Wirtschaftswachstum liegen.
"Die gute Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr wirkt sich positiv auf die Personalplanung der Unternehmen aus", teilte BITKOM am Mittwoch in Berlin mit. Im laufenden Jahr könnten in der deutschen ITK-Branche 10.000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen werden. Bitkom vertritt 1.300 Unternehmen mit 700.000 Beschäftigten.
Zuversicht hat sich gefestigt
"Nach guten Geschäften zu Jahresbeginn hat sich die Zuversicht in
der IT- und Telekommunikationsbranche gefestigt", erläuterte Bitkom
die Ergebnisse der Umfrage des zweiten Quartals. 69 Prozent der
Unternehmen rechneten im laufenden Jahr mit steigenden Umsätzen.
Positiver Ausblick für den ChipmarktPositive Erwartungen quer durch alle Segmente
Im ersten Quartal hätten 58 Prozent der befragten Unternehmen ein Umsatzplus erzielt, 60 Prozent rechneten damit auch für das laufende Quartal.
"Die positiven Umsatzerwartungen für das Gesamtjahr ziehen sich durch alle Segmente", ergänzte Bitkom. Besonders zuversichtlich seien die IT-Dienstleister. 78 Prozent von ihnen rechneten mit einem Umsatzplus, während 70 Prozent der Softwareanbieter einen Zuwachs erwarteten. Und auch 63 Prozent der IT-Hardwareanbieter rechneten mit steigenden Umsätzen. "Insbesondere Geschäftskunden investieren in neue Computersysteme und ersetzen Geräte, die sie vor dem Jahr 2000 angeschafft haben."
Wieder neue Mitarbeiter gefragt
42 Prozent der Firmen wollten in diesem Jahr Mitarbeiter
einstellen, das gelte vor allem für mittelständische Softwarehäuser
und IT-Dienstleister, aber auch für Hersteller von IT-Hardware.
Deutschland droht IT-FachkräftemangelZum fünften Mal in Folge hätten die Firmen politische Rahmenbedingungen - hohe Bürokratie, hohe Steuern und Abgaben und das unflexible Arbeitsrecht - als das größte Hemmnis für ihren geschäftlichen Erfolg genannt. Bitkom-Präsident Willi Berchtold forderte eine integrierte, Ressort übergreifende Technologie-Politik. "Wir brauchen eine komplette Perspektivenumkehr in unserem Land: weg vom Jammern und Wehklagen, hin zu einer Aufbruchstimmung für Wachstum und Innovation."
