Deutschland droht IT-Fachkräftemangel
"Ab 2008 wird die Nachfrage in den Unternehmen die Zahl der Absolventen wieder übertreffen", sagte Bitkom-Vizepräsident Jörg Menno Harms.
Der IT-Fachkräftemangel könnte deutsche Unternehmen zur weiteren Verlagerung von Forschungsabteilungen ins Ausland zwingen.
Mittelfristig liege der Bedarf an Absolventen pro Jahr zwischen 15.000 und 17.000.
Doch die Zahl der Erstsemester in den Informatik-Studiengängen sei auf 28.600 im vergangenen Jahr von noch 38.000 im Jahr 2000 gesunken und rund 50 Prozent der Studienanfänger brächen ihr Studium erfahrungsgemäß ab.
Die Abbrecherquote von 50 Prozent müsse verringert werden. "Die Hochschulen müssen sich ihre Studenten gezielt aussuchen dürfen, ihre personelle Betreuung verbessern, ihre Studiengänge klarer strukturieren und den Praxisbezug erhöhen", forderte Harms.
Detials bei der BitkomOutsourcing-Zunahme droht
Auch die Zahl der Absolventen von ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen sei im Verhältnis zu den Erwerbspersonen zu niedrig.
Dabei sei die hohe Zahl der Informatik-Studenten in den vergangenen Jahren vor allem zu Lasten der Ingenieurwissenschaften wie zum Beispiel der Elektrotechnik gegangen.
Gelinge es nicht, mehr junge Menschen für solche Studiengänge zu begeistern, würden die Unternehmen in Zukunft mehr ausländische Fachkräfte einstellen oder Forschungs- und Entwicklungsabteilungen ins Ausland verlagern müssen, resümierte der Verband.
