Microsoft fettet Windows Mobile 5 auf
Vor nicht einmal drei Wochen hat Microsoft-Chefentwickler Bill Gates erstmals die neue mobile Windows-Version vorgestellt.
Sie umfasst unter anderem eine neue Textverarbeitung, einen Media Player zum Abspielen von Musik und Videos sowie eine mobile Version der Präsentationssoftware Powerpoint.
Nun hat der Softwarekonzern mit einem "Feature Pack" [nicht zu verwechseln mit "Service Pack"] für "Windows Mobile 5.0" bei seinem Feldzug auf dem Handymarkt nachgelegt.
Einzelheiten des "Messaging & Security Feature Pack" mit weiteren Sicherheits- und Datentransfer-Lösungen stellte Microsoft-Chef Steve Ballmer am Montag auf der Tech Ed 2005 in Orlando vor.
Neues Windows für HandheldsAutomatische Synchronisierung
Mit den neuen Features sollen alle Daten aus dem Microsoft- Programm Outlook wie E-Mails, Kalender und Kontakte direkt über den Exchange Server 2003 "gepusht" werden. Das heißt, dass die Daten automatisch synchronisiert werden, ohne dass der Nutzer dazu eine aktive Anfrage starten muss.
Weitere Sicherheitsfunktionen sollen den geschützten Verkehr sensibler Firmendaten gewährleisten. So sollen sich zum Beispiel auf einem Gerät befindliche Daten auch über Fernzugriff löschen lassen, wenn der Mitarbeiter sein Gerät verloren hat.
Mit der Direct-Push-Technologie will Microsoft vor allem auch dem Anbieter Research in Motion [RIM] und dessen Blackberry Marktanteile abringen.
Weitere Funktionen sind speziell für den professionellen Einsatz ausgelegt und sollen bei vereinfachter Wartung und Pflege den Unternehmen deutliche Kostenvorteile bringen, sagte Microsoft-Manager Thomas Aufermann.
Windows Mobile trägt derzeit nur einen kleinen Teil zum Gesamtumsatz des Konzerns bei.
Microsoft nimmt mobilen Markt ins VisierErbitterter Kampf
Microsoft kämpft seit Jahren darum, in den Markt mobiler Endgeräte und Handys einzudringen. Mit der Verschmelzung der Gerätetypen von Handy, PDA und Smartphone haben sich erste größere Erfolge für den weltgrößten Softwarehersteller eingestellt.
Nach Erhebungen von Gartner zieht inzwischen das Betriebssystem Windows sogar an Marktführer Palm vorbei.
Nach jüngsten Zahlen führte Windows CE im ersten Quartal 2005 den Markt für Pocket-PCs mit 46 Prozent Marktanteil noch vor RIM [20,8] und Palm OS [20 Prozent] an.
