Neues Windows für Handhelds
Microsoft wird diese Woche "Magneto" vorstellen, eine neue Version seines Betriebssystems Windows Mobile.
In der mittlerweile fünften Version soll Windows Mobile auf mehr Geräten als bisher funktionieren und eine Fülle an neuen Funktionen beherrschen.
Microsoft hat in der Geschäftssparte Ausdauer gezeigt - trotz Verlusten und des Ausstiegs von Rivalen wie Sony bleibt das Unternehmen dem Handheld-Sektor treu. "Das Geschäft läuft gut und verzeichnet bemerkenswerte Zuwächse, aber wir sind dort immer noch die Underdogs", fasst Jim Allchin, Windows-Chef bei Microsoft, zusammen.
Neue Produkte dank höherer Flexiblität
Eines der Designziele für die aktuelle Version war, das
Betriebssystem flexibler zu machen und den Einsatz in einer größeren
Anzahl von Geräten zu erlauben. Gleichzeitig mit dem Produktstart
sollen auch eine Reihe von Produkten vorgestellt werden.
Handheld-Markt wächst weltweit um ein ViertelMehr Umsatz in Handheld-Sparte
Im letzten Quartal konnte Microsofts Handheld-Sparte den Umsatz um 30 Prozent auf 80 Millionen Dollar steigern. Vor allem bei netzwerkfähigen Endgeräten, die unter Windows Mobile laufen, stiegen die Lizenzzahlungen.
Mit Windows Mobile 5 wird eine Vielzahl von neuen Funktionen eingeführt. Handheld-Sites, die durchgesickerte Vorabversionen bereits getestet haben, berichten von einer verbesserten Einhand-Navigation, einer mächtigeren mobilen Word-Version und einem Viewer für Powerpoint-Dateien. Darüber hinaus können Kontakten Fotos zugeordnet werden, die bei einem Anruf am Bildschirm erscheinen.
Auch das Hand-over, also die Übergabe von einem drahtlosen Netzwerk in das nächste, wurde stark verbessert.
Mobile Sicherheit rückt in den VordergrundMicrosoft will sich mit Magneto sowohl gegen herkömmliche Handheld-Betriebssysteme wie PalmOS stellen als auch bei RIMs Blackberry wildern. Einerseits hat Microsoft Abkommen mit RIM geschlossen, die beispielsweise den MSN Messenger in Blackberry integrieren. Andererseits liegt Microsoft sowohl mit Handheld-Systemen wie auch auf der Serverseite mit RIM im Wettbewerb.
Analysten sind der Meinung, dass künftig vor allem Mobilfunkbetreiber der Schlüssel zum Geschäft sind. Diese fungieren im Smartphone-Bereich als Zugang zu Geschäfts- und Privatkunden.
