28.04.2005

ÖAMTC

"K.I.T.T." lässt noch auf sich warten

Die Bandbreite der elektronischen Helfer, die beim Autofahren heimlich oder merklich unterstützen, ist bereits sehr groß. Die Vision vom Auto, in dem der Lenker wie in der 80er-Serie "Knight Rider" nur noch Passagier ist, scheint derzeit aber noch nicht in Reichweite.

Das zeigte sich bei einem vom ÖAMTC veranstalteten Kongress zum Thema "eSafety" im niederösterreichischen Teesdorf, bei dem Vertreter von Technikzulieferern, Automobilherstellern und Sicherheitsexperten zu Wort kamen.

Ideen gibt es genug: So stellte etwa Bosch einen Parkassistenten vor, der mit Hilfe von Sensoren im Vorbeifahren vollautomatisch die Breite von Parklücken misst. Wird eine passende gefunden, springt das System an und weist den Lenker darauf hin.

Wer schon immer schlecht beim Paralleleinparken war, hat mit dem System gute Chancen, denn der Computer errechnet zusätzlich noch die passenden Lenkpunkte. Folgt man den Instruktionen am Bildschirm, sollte das Fahrzeug in drei Zügen perfekt stehen.

Autos sollen sich warnen

Realität und bereits in zahlreichen Fahrzeugen eingebaut ist die Adoptive Cruise Control [ACC]: Dabei handelt es sich um die Weiterentwicklung des Tempomaten, der mit Hilfe von Sensoren automatisch Abstand zum Vordermann halten kann. Schert etwa ein Auto vor dem eigenen Kfz ein, reduziert das System automatisch die Geschwindigkeit, ist die Bahn wieder frei, wird vollautomatisch beschleunigt.

Eine mögliche Zukunftsvision wären Ad-hoc-Netzwerke, die sich zwischen zwei Fahrzeugen bilden könnten, sagte ein Vertreter von BMW. Dabei könnten zwei Autos, die hintereinander fahren, Informationen über die Fahrbahnbeschaffenheit austauschen.

Würde das erste beispielsweise eine Öllache durchfahren und ins Schlingern kommen, wäre das zweite unmittelbar danach per Funk gewarnt und Fahrassistenten und Stabilitätskontrollen könnten sich in Sekundenbruchteilen auf das Hindernis einstellen.