21.01.2004

TOYOTA

Einparken für Umstandsmeier

Toyota, vom deutschen ADAC gerade erst zum zuverlässigsten Autobauer der letzten 25 Jahre gekürt, bietet in Japan seit kurzem ein automatisches Einparksystem im Benzin-Elektro-Hybridauto Prius an. Das berichtet Modbee.com.

Gegen einen Aufpreis von 2.200 USD muss man zumindest in großen und parallel zur Straße liegenden Lücken nie mehr selbst Hand anlegen.

Da die Straßen in japanischen Städten eng und die Parkplätze rar sind, gönnen sich über 80 Prozent der Prius-Fahrer das Extra.

Doch die Vorstellung vom chauffierenden Auto, das einen vor dem Restaurant absetzt und dann selbstständig eine Lücke sucht und einparkt, bleibt wohl auch in den nächsten Jahren noch ein Wunschtraum.

Nur große Lücken im Beisein des Fahrers

Nähert man sich einer Parklücke und legt den Rückwärtsgang ein, misst der Computer die Lücke elektronisch aus und schlägt die optimale Parkposition vor.

Diese wird anhand von Linien auf dem Display angezeigt und kann über Pfeiltasten noch geändert werden.

Mit Drücken des "Set"-Knopfs startet das Auto das "vollautomatische" Einparken und nimmt dabei Rücksicht auf Bodenmarkierungen und Randsteine.

Während des Parkvorgangs muss der Fuß immer leicht auf der Bremse liegen, sonst wird der Vorgang abgebrochen, da das System bewegte Objekte nicht selbstständig erkennen und somit im Bedarfsfall auch nicht bremsen kann. Ein Aussteigen, bevor das Auto geparkt ist, ist somit nicht möglich.

Größter Nachteil ist, dass das Parksystem nur in Lücken funktioniert, die groß genug sind, um auf einmal hineinzufahren. Kleinere Parklücken, in denen mehrmaliges Vor- und Zurückschieben nötig ist, schafft der Parkcomputer nicht.