09.12.2004

SICHERHEIT

Mehr Telematik für Österreichs Straßen

Mit vier neuen Telematik-Lösungen, die im Laufe des Jahres 2005 in Betrieb gehen sollen, will der Austrian Traffic Telematics Cluster [ATTC], ein Zusammenschluss österreichischer Firmen in der Informations-, Technologie- und Fahrzeugindustrie und Forschung, die Sicherheit und den Verkehrsfluss auf Österreichs Straßen erhöhen.

Mehr Sicherheit in Tunnels soll die Verkehrstelematik-Lösung von Siemens und dem Feuerwehrfahrzeug-Hersteller Rosenbauer bringen: Digitale Video-Aufzeichnungen von Unfällen werden während der Alarmfahrt über Mobilfunk direkt auf den Bildschirm des Einsatzfahrzeugs übertragen.

Damit gewinnen die Einsatzkräfte noch vor dem Eintreffen im Tunnel ein genaues Bild über die Situation und können frühzeitig Rettungs- und Bergungsmaßnahmen planen.

Auf der Tauernautobahn A10 wird derzeit ein System zum Messen des Verkehrsflusses getestet, das von den ATTC-Mitgliedern arsenal research, Frequentis und mobilkom austria aufgebaut wurde. Der Straßenverkehr wird mittels Kameras und Sensoren der Asfinag erfasst und etwa als MMS angeboten, noch bevor der Autofahrer die Tunnels erreicht hat.

Infos am Handy

Ein ähnliches System soll noch im ersten Halbjahr 2005 auf der A2 zwischen Wien und Baden ["BAWI"] - einer der mit bis zu 180.000 Fahrzeugen täglich am stärksten befahrenen Strecke - in Betrieb gehen:

Dort messen künftig Infrarot-Sensoren den Verkehrsfluss. Aus den gewonnenen Daten werden mit Hilfe von mathematischen Modellen Grafiken erstellt und Verzögerungszeiten berechnet. Diese Information wird über Rundfunk [RDS-TMC, Radio Data System], Mobilfunk oder Internet verbreitet.

Beim vierten Projekt handelt es sich um die Übermittlung von Echtzeit-Verkehrsbildern auf den t-zones von T-Mobile-Handys. Derzeit können die Informationen von den Autobahnen A1, A2, A9, A10, A14, A21 sowie S31 auf GPRS-fähigen Mobiltelefonen abgerufen werden. Derzeit noch kostenfrei.