München setzt auf Debian Linux
Das Bieterkonsortium aus beiden Unternehmen ist am Donnerstag als Sieger der europaweiten Ausschreibung im Rahmen des IT-Projektes "LiMux" hervorgegangen.
Die Unternehmen werden die bayrische Landeshauptstadt bei der Erstellung, Konfiguration und Pflege eines Basis-Clients für die 14.000 Arbeitsplätze der Stadtverwaltung unterstützen.
Dabei kommt keiner der großen Linux-Distributoren zum Zug - die Bietergemeinschaft setzt auf das von der Open-Source-Community verwaltete Debian GNU/Linux.
Hohe Beteiligung an Ausschreibung
"Die hohe Beteiligung an der Ausschreibung sowie die Qualität der
angebotenen Leistungen zeigt, dass eine Migration auf Linux am
Arbeitsplatz keine Exotenlösung am Markt ist", freut sich Peter
Hofmann, Projektleiter des LiMux-Projektes in München. "Mit dem
geplanten Konzept können die Ziele der größtmöglichen
Herstellerunabhängigkeit bei gleichzeitigem professionellen Betrieb
durch die Landeshauptstadt München gewährleistet werden."
Status quo der Linux-Migration in MünchenKosten werden auf 35 Mio. Euro geschätzt
Letztlich habe der Anbieter mit dem besten Verhältnis von fachlicher Kompetenz und Preis den Zuschlag erhalten. "Jetzt gilt es, zügig einen Prototypen zu erstellen, um die tatsächliche Migration ab Jahresende beginnen zu können."
Die Gesamtkosten für die Migration wurden im Feinkonzept auf rund 35 Millionen Euro geschätzt. Der Löwenanteil von 38 Prozent entfällt auf Schulungen, gefolgt von Einführungskosten [18 Prozent], Umstellung von Makros und Formularen [15 Prozent] und der Anwendungsmigration [zehn Prozent].
Die Stadt München hatte sich 2003 dazu entschlossen, auf all ihren Arbeitsplatzrechnern künftig Open-Source-Software einzusetzen, da die Unterstützung für das aktuell verwendete Betriebssystem von Microsoft eingestellt wurde. Bis dato kamen auf der Client-Seite ausschließlich PCs mit Windows NT 4.0 und Microsoft Office 97 bzw. 2000 zum Einsatz.
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