28.03.2005

"TRAUMA POD"

Operationsroboter für das Schlachtfeld

Zwar arbeitet das US-Militär bereits an Robotern, die Soldaten bei gefährlichen Einsätzen ersetzen bzw. zu ihrer Sicherheit begleiten sollen, doch ganz werden sich Verletzungen im Krieg wohl nie vermeiden lassen.

Um die Ärzte nicht auch noch in Gefahr zu bringen und Soldaten in gefährlichen Kampfsituationen dennoch notärztlich versorgen zu können, investiert das US-Militär nun in die Entwicklung von so genannten Trauma pods.

Ein Konsortium unter der Leitung von SRI International bekam vom Pentagon zwölf Millionen Dollar, um ein autonomes Fahrzeug zu entwickeln, das, von einem Arzt ferngesteuert, Operationen vor Ort durchführen soll.

Anschließend sollen die versorgten Soldaten auch evakuiert werden können.

Unter menschlicher Kontrolle

Die Wissenschaftler von SRI geben zu, dass es allerdings mindest eine Dekade braucht, damit solche Roboter wirklich eingesetzt werden können.

Die menschlichen Operateure müssen die Maschinen in Echtzeit kontrollieren können, daher dürfen keine Zeitverzögerungen bei der drahtlosen Übermittlung der notwendigen Daten auftreten.

Der "Trauma pod" darf zudem für Feinde nicht ausforschbar und zäh genug sein, um auch unter Beschuss arbeiten zu können.

Zumindest die Grundtechnologie ist in Spitälern aber bereits im Einsatz und das erste, bescheidene Ziel des Projekts ist es, zu zeigen, dass ein Arzt mit Hilfe eines Roboters zwei Blutgefäße eines Schweins zusammennähen kann.

SRI war bereits an der Entwicklung eines Operationsroboters für das Pentagon beteiligt. Der "Da Vinci" erwies sich aber als zu groß und muss von zu vielen Leute bedient werden, um auf dem Schlachtfeld eingesetzt werden zu können.

Datenübertragung als Herausforderung

In den nächsten zwei Jahren werden sich die Wissenschaftler nun darauf konzentrieren, den "Da Vinci" dahingehend zu modifizieren, dass nur noch ein Arzt notwendig ist, um ihn zu bedienen.

Doch selbst dann bleiben noch eine Reihe anderer Hürden. So wechseln derzeit die Operationsschwestern die Instrumente an den Armen des Roboters, das müsste auf dem Schlachtfeld automatisch passieren.

Eines der größten Probleme stellt derzeit allerdings die drahtlose Übertragung der Daten zwischen der Bedienkonsole des Operationsroboters und dem eigentlichen Einsatzgerät dar. Diese brauche einfach noch zu viel Bandbreite, so John Bashkin von SRI.