26.02.2005

H-IIA

Japan schoss erfolgreich Rakete ins All

15 Monate nach einem gescheiterten Versuch hat Japan wieder eine selbst entwickelte Rakete ins All geschossen.

Die Rakete vom Typ H-IIA startete um 18.25 Uhr [10.25 Uhr MEZ] vom Weltraumbahnhof Tanegashima im südlichen Bezirk Kagoshima, wie das japanische Weltraumzentrum mitteilte.

Der Satellit [MTSAT-1R] löste sich kurz nach dem Start planmäßig von der Trägerrakete.

Die Mitarbeiter im Weltraumzentrum in Tokio klatschten Beifall und schüttelten sich gegenseitig die Hände, als die erfolgreiche Trennung über Lautsprecher verkündet wurde.

Wetterdaten und Flugnavigation

Der Satellit soll Flugzeugen beim Navigieren helfen, aber vor allem Wetterdaten senden.

Wegen des Ausfalls ihres eigenen Satelliten sind die japanischen Meteorologen derzeit von den Wetterdaten eines US-Satelliten abhängig.

Japans Weltraumprogramm hatte bereits mehrere Rückschläge erlitten: 1999 löste das Kontrollzentrum die Selbstzerstörung einer abdriftenden Rakete mit einem Wettersatelliten an Bord aus;

1998 ging ein Satellit nach dem erfolgreichem Loslösen von der Trägerrakete im All verloren.