Japan schoss erfolgreich Rakete ins All
15 Monate nach einem gescheiterten Versuch hat Japan wieder eine selbst entwickelte Rakete ins All geschossen.
Die Rakete vom Typ H-IIA startete um 18.25 Uhr [10.25 Uhr MEZ] vom Weltraumbahnhof Tanegashima im südlichen Bezirk Kagoshima, wie das japanische Weltraumzentrum mitteilte.
Der Satellit [MTSAT-1R] löste sich kurz nach dem Start planmäßig von der Trägerrakete.
Die Mitarbeiter im Weltraumzentrum in Tokio klatschten Beifall und schüttelten sich gegenseitig die Hände, als die erfolgreiche Trennung über Lautsprecher verkündet wurde.
Letzter Raketenstart Ende 2003 gescheitert
Im November 2003 war Japan mit dem Vorhaben gescheitert, eine
Rakete mit zwei Spionagesatelliten ins All zu schicken.
Zwei Aufklärungssatelliten zerstörtRivale China hat Nase vorn
Rivale China war einen Monat zuvor mit einem bemannten
Weltraumflug zur dritten Weltraumnation nach den USA und Russland
aufgestiegen.
Chinas erster Taikonaut ist im AllWetterdaten und Flugnavigation
Der Satellit soll Flugzeugen beim Navigieren helfen, aber vor allem Wetterdaten senden.
Wegen des Ausfalls ihres eigenen Satelliten sind die japanischen Meteorologen derzeit von den Wetterdaten eines US-Satelliten abhängig.
Japans Weltraumprogramm hatte bereits mehrere Rückschläge erlitten: 1999 löste das Kontrollzentrum die Selbstzerstörung einer abdriftenden Rakete mit einem Wettersatelliten an Bord aus;
1998 ging ein Satellit nach dem erfolgreichem Loslösen von der Trägerrakete im All verloren.
