Inode rüstet sich für Börsengang
Wie bereits gestern kolportiert wurde, hat der österreichische Breitband-Internetanbieter Inode Unterstützung durch Finanzinvestoren gefunden.
Die beiden Risikofinanzierer Global Equity Partners [GEP] und Gamma Capital Partners [GCP] werden mit einem Volumen von 10,5 Millionen die weitere Expansion finanzieren. Dafür erhalten sie 32,5 Prozent an dem Unternehmen.
Die 10,5 Mio. Euro, die - vorwiegend als Eigenkapital - zu zwei Dritteln von der GEP und zu einem Drittel von der GCP gestellt werden, sollen in den kommenden zwölf Monaten in die Inode eingebracht werden, so der Vorstand der GEP-Beteiligungsgesellschaft HTA III, Herbert Herdlicka.
Der Internet-Provider sei ein typischer Kandidat für einen Börsengang, aufgrund der aktuellen Börsenlage nicht vor 2006, so Herdlicka weiter.
Herdlicka und Matzka gehören künftig auch dem Inode-Aufsichtsrat an, Herdlicka stellt dort den Vorsitzenden. Die beiden sind in der Telekom- und Internetbranche keine Neulinge: Herdlicka hat den Internet-Provider Eunet mitbegründet und geleitet. Matzka gründete 1996 den Provider Magnet, der 1998 an die norwegische Telenor verkauft wurde. Als neuer Inode-Finanzvorstand wurde der ehemalige Eunet/Tiscali-Manager Wolfgang Haidinger installiert.
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"Inode ist die Perle der Telekom-Unternehmen der neuen Generation in Österreich", meinte GCP-Chef Klaus Matzka. Für die Themen der folgenden Jahre, Breitband-Internet und Internet-Telefonie [VoIP] sei Inode bestens gerüstet.
Am Freitag erfolgt in Liechtenstein der erste Marktstart von Inode im Ausland, die nächsten Expansionsschritte sind in Tschechien und anderen osteuropäischen Ländern geplant.
In Tschechien analysiere man derzeit den Markt, 2005 seien dann die Gründung einer Niederlassung geplant, so Inode-CEO Michael Gredenberg. In Österreich wolle sich Inode künftig nicht nur durch den Preis, sondern durch Qualität und zusätzliche Dienste differenzieren, beispielsweise durch kostenlose Zusatzfeatures wie einem Spam- und Virenschutz, der bei der Konkurrenz extra zu bezahlen sei.
Inode plant heuer mit 300 Mitarbeitern einen Umsatz von 40 Mio. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] soll bei 400.000 Euro liegen. Das Unternehmen hat aktuell knapp 80.000 Kunden, davon 50.000 im Breitband-Bereich, und hat bisher mit einem Investitionsvolumen von knapp sechs Mio. Euro rund 150 Standorte in Österreich entbündelt.
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