Casinos Austria wollen online expandieren

Glücksspiel
24.02.2008

Ende des Glücksspielmonopols, meint bwin

Wie der "trend" in seiner jüngsten Ausgabe meldet, wollen die heimischen Lotterien ihren Online-Pokerroom auf Win2day.at auch über Österreichs Grenzen hinaus vermarkten.

"Wir sind für internationale Kooperationen offen, allerdings kommen nur Unternehmen infrage, deren Teilnahme- und Spielbedingungen ähnlich hohe Standards an den Tag legen wie unsere", so der Generaldirektor der Österreichischen Lotterien und der Casinos Austria, Karl Stoss.

"Ende des Glücksspielmonopols"

Für bwin wäre das ein Präzedenzfall, der das heimische Glücksspielmonopol zu Fall bringen würde: "Das käme einem Cross-Border-Game gleich und würde das Ende des Glücksspielmonopols bedeuten. Sämtliche Monopoldiskussionen hätten damit ein Ende", sagte bwin-Geschäftsführer Norbert Teufelberger. Das Monopol werde auf keinen Fall bis 2012 halten, ist sich Teufelberger sicher.

Eine Kooperation mit einem ausländischen Anbieter könne nur mit der Dienstleistungsfreiheit in Europa begründet werden, argumentiert bwin-Rechtsanwalt Thomas Talos.

Genau auf diese Dienstleistungsfreiheit pochen auch die privaten Anbieter wie bwin, die mit einer im Ausland erteilten Lizenz operieren.

Bwin will derzeit im Verbund mit anderen europäischen Wettanbietern auch den Europäischen Gerichtshof [EuGH] dazu bringen, den am 1. Jänner in Kraft getretenen deutschen Glücksspiel-Staatsvertrag zurückzunehmen, der Online-Wetten privater Vermittler nur bei Pferderennen erlaubt.