Bwin zieht vor Gericht

Online-Wetten
27.01.2008

Klagen gegen Lotterien und Deutschland

Der Sportwettenanbieter bwin bereitet eine Klage gegen die Österreichischen Lotterien vor. Anlass dafür ist eine Inseratenkampagne der Österreichischen Lotterien, die ihre Internet-Plattform win2day als das einzige legale Spielangebot im Internet bewerben.

"Wir lassen uns diese Diffamierungen nicht mehr gefallen", sagte bwin-Chef Norbert Teufelberger dem Wirtschaftsmagazin "trend". Falls nötig wolle man bis zum Obersten Gerichtshof [OGH] gehen, so der bwin-Vorstand.

Verfahren gegen Deutschland

Bwin will derzeit im Verbund mit anderen europäischen Wettanbietern auch den Europäischen Gerichtshof [EuGH] dazu bringen, den am 1. Jänner in Kraft getretenen deutschen Glücksspiel-Staatsvertrag zurückzunehmen, der Online-Wetten privater Vermittler nur bei Pferderennen erlaubt.

Der Europäische Verband der Wett- und Glücksspielfirmen [EGBA], dem auch bwin angehört, hat sich bereits bei der EU-Kommission beschwert. "Wir rechnen mit einem Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland", sagte Teufelberger dem Wirtschaftsmagazin.