18.10.2004

ZUSCHLAG

Mobilkom erhält UMTS-Lizenz in Kroatien

Die mobilkom austria, Tochter der börsenotierten Telekom Austria [TA], hat eine UMTS-Lizenz in Kroatien ersteigert.

Die für die Lizenzvergabe zuständigen Telekommunikationsagentur in Zagreb hat der mobilkom-Tochter VIPnet am Montag den endgültigen Zuschlag erteilt, sagte mobilkom-Sprecherin Elisabeth Mattes. Die Lizenz gilt für die Dauer von 20 Jahren.

Wie viel VIPnet dafür zahlt, wollte die mobilkom am Montag nicht kommentieren. Voriges Monat war noch von 132 Mio. Kuna - umgerechnet 17,5 Mio. Euro - die Rede.

Turbulenzen bei Bosnien-Plänen

Weiter im Laufen sind laut mobilkom die Verhandlungen über einen Einstieg in Bosnien-Herzegovina.

Laut der Tageszeitung "Dnevni Avaz" hat der bosnische Regierungschef Ahmet Hadzipasic sowohl ein Angebot der mobilkom als auch ein Offert der Deutsche-Telekom-Tochter T-Hrvatski Telekom als "unannehmbar" bezeichnet.

Die mobilkom hat bereits vor Monaten ein Angebot für die bosnische Eronet gelegt. Hadzipasic betonte laut der Zeitung aber, dass "nicht die Eronet, sondern die HT Mostar Hilfe" benötige.

Die mobilkom erklärte nur, die bosnische Regierung habe noch keine Entscheidung gefällt.

HT Mostar oder Eronet?

Laut Zeitung hat Hadzipasic allerdings nur eine Änderung der Beteilungsverhältnisse an der nach wie vor mehrheitlichen staatlichen HT Mostar abgelehnt

Die mobilkom hat der selben Zeitung zufolge aber bereits ein Angebot gelegt, nach dem der bosnische Staat seine 63-Prozent-Beteiligung an HT Mostar behalten würde.

Demnach würde die mobilkom nur die im Juli an HT Mostar vergebene GSM-Lizenz sowie einen Teil der Schulden der HT Mostar bei der bosnischen Post übernehmen. Im Gegenzug würde sich nicht nur die mobilkom, sondern auch der bosnische Staat mit 20 Prozent an der Eronet beteiligen.