07.09.2004

E-BILDUNG

Welt-Lizenz aus Tirol und Vorarlberg

Heute wurde die österreichische "Creative Commons"-Lizenz im Rahmen der Ars Electronica offiziell präsentiert. Diese an österreichisches Recht adaptierte internationale Lizenz orientiert sich an den verschiedenen Lizenzmodellen für freie Software.

"Creative Commons" lässt Produzenten von [Online-]Inhalten wie Texten, Musik und Bildern genau definieren, welche Nutzung für das jeweilige Werk gestattet ist.

Österreich ist nach den USA, Japan, Deutschland, Taiwan und anderen das siebente Land weltweit, in dem die ursprünglich nur an amerikanisches Recht angepasste Lizenz für die nationale Jurisdiktion adaptiert wurde.

Bis Jahresende sollte "Creative Commons" an alle nationalen Rechtsordnungen der alten EU-Staaten angepasst sein, sagt Georg Pleger, einer der Initiatoren in Österreich.

Im Westen was Neues

Die ersten Unterstützer waren Public Voice Lab [PVL], das seine Tätigkeit von Wien nach Vorarlberg verlagert hatte, und die österreichische Computergesellschaft. Bis jetzt war es vor allem der Westen Österreichs, in dem in Bezug auf "Creative Commons" etwas weiterging.

Bedarf dafür meldete zuerst das Tiroler Bildungsservice an, ein vom Land, der Uni Innsbruck und anderen getragener Verein, der die Aktivitäten im Bereich "Neue Medien" an Tirols Schulen koordiniert. Dann kamen Fachhochschulen vor allem aus dem Westen Österreichs dazu, erzählt Pleger, die ebenso großes Interesse an Rechtssicherheit für ihre Lehrmaterialen hatte.

Die verschiedenen Kombinationen der von "Creative Commons" eingeräumten Möglichkeiten erlauben es nämlich, genau zu definieren, unter welchen Umständen das Werk weiterverbreitet werden darf.

Hier kann der Kreator eines Textes, eines Bilds oder eines Musikstücks zum Beispiel jede Weiterbearbeitung ausschließen, gestatten oder von Bedingungen abhängig machen.