05.09.2004

ICQ & CO.

Instant Messaging wird E-Mails gefährlich

Instant Messaging [IM], das Versenden meist kurzer Nachrichten über eigene Programme in Echtzeit, wird immer beliebter. Dabei nutzen nicht nur Jugendliche die Gratis-Dienste, sondern auch immer mehr Erwachsene.

Laut einer Studie des Pew Internet & American Life Project versenden bereits mehr als vier von zehn

erwachsenen Netz-Nutzer in den USA Instant Messages. Zählt man alle Altersklassen zusammen, verwenden bereits 59 Prozent der amerikanischen Netz-User IM-Services von verschiedenen Anbietern wie etwa AOL, Yahoo oder Microsoft.

Analysten zufolge hat Instant Messaging durchaus Chancen, das E-Mail als führendes elektronisches

Kommunikationsmedium abzulösen.

24 Prozent der 2.204 Befragten gaben an, bereits mehr Instant Messages als E-Mails zu verschicken.

Angesichts des Messaging-Erfolges ist es

keine Überraschung, dass alle großen

Hersteller erst unlängst Upgrades für ihre

IM erobert den Arbeitsplatz

Laut einer Studie des Marktforschungsinstituts Gartner werden derzeit rund eine Billion Instant Messages im Jahr verschickt.

Vor allem am Arbeitsplatz gewinnt Instant Messaging immer mehr an Bedeutung. Laut einer jüngst veröffentlichten Studie von AOL nutzen 27 Prozent der IM-User das Service auch am Arbeitsplatz.

Viele davon sogar mit Zustimmung ihres Arbeitgebers. Die IM-Services werden dabei nicht nur zur Kommunikation mit den Arbeitskollegen, sondern auch immer öfter für den Kunden-Kontakt

eingesetzt.

70 Prozent, die Instant Messaging in der Arbeit benützen, kommunizieren so laut AOL mit ihren Kollegen und 34 Prozent verwenden IM um mit Kunden und Klienten Kontakt zu halten.

Die immense Popularität von Instant

Messaging bringt immer mehr Unternehmen

dazu, IM-Dienste in irgendeiner Form in

ihre Kommunikationsnetze zu integrieren.

ICQ-ähnlichen Applikationen wird eine

immer wichtigere Rolle für den Büroalltag

Gesteigerte Produktivität vs. Tratsch

Den Nutzen von IM am Arbeitsplatz sehen die User jedoch mit geteilter Meinung. Während manche glauben, dass dadurch mehr Tratsch ausgetauscht wird, sind die anderen überzeugt, dass dadurch die Produktivität gesteigert wird.

68 Prozent sehen jedoch mehr positive als negative Effekte und 50 Prozent glauben, dass IM ihnen Zeit

erspart.

Die Pew-Studie ergab weiters, dass 15 Prozent der IM-Benutzer ihre Instant Messages von Handys oder PDAs versenden und somit auch unterwegs nicht mehr auf die Services verzichten wollen.