31.05.2004

KOMMUNIKATION

Messenger-Anbieter bauen Dienste aus

Egal ob im Büro, zu Hause oder auf der Uni - hunderte Millionen Nutzer weltweit setzen auf die Kommunikation via Instant Messenger.

Begonnen hat alles 1996, als die israelische Firma Mirabilis ein Programm schrieb, das schnell zu einer der am meisten heruntergeladenen Anwendungen überhaupt wurde.

Binnen zwei Jahren zählte der Instant-Messaging-Prototyp "ICQ" bereits 11 Millionen Nutzer. Der US-Riese America Online [AOL] wurde aufmerksam und erwarb das kleine Unternehmen 1998 für 287 Millionen Dollar.

Seither haben zahlreiche Firmen ähnliche Produkte entwickelt, um am Instant-Messaging-Kuchen mitzunaschen.

Ungestört plaudern

Vorteil der Instant Messenger ist die Kostenersparnis gegenüber anderen Echtzeit-Kommunikationswegen wie dem Telefonieren. Meist sind die kleinen Programme - zumindest in der Basis-Version - kostenlos erhältlich.

Da ein Instant Messenger meist den ganzen Tag im Hintergund mitläuft, und der Nutzer nicht extra deswegen online geht, fallen neben den sowieso zu zahlenden Online-Gebühren des Providers keinerlei Zusatz-Kosten an.

In Zeiten von Großraumbüros schätzen viele Mitarbeiter zudem die kleinen Chat-Programme, um nahezu ungestört "reden" zu können. Unbemerkt von den Kollegen kann so der neueste Tratsch ausgetauscht, oder auch eine wichtige Geschäftsentscheidung getroffen werden.

Ziel ist mobiles Messaging

Angesichts des Messaging-Erfolges ist es keine Überraschung, dass alle großen Hersteller erst unlängst Upgrades für ihre Services angekündigt haben.

Neben der Grundfunktion des Textbasierten Chattens fügen Anbieter wie Yahoo ihren Diensten nun vermehrt Möglichkeiten der Individualisierung wie etwa mehr Auswahl bei Hintergründen, Avataren und Emoticons aber auch Zusatz-Dienste wie etwa Radio-Streams oder User-to-User Video Games.

In Zukunft wollen die Messenger-Systeme auch auf dem Handy und Handhelds zum Standard werden.