25.08.2004

IN DEN USA

Digitales TV überholt Breitband

Die Zahl der mit digitalem Fernsehen ausgestatteten US-Haushalte wird in den kommenden Jahren die mit Breitband-Internet ausgestatteten überholen. Bis 2007 wird in 70 Millionen US-Haushalten digitales TV verfügbar sein, die Penetrationsrate für DSL & Co sollte laut einer Studie von eMarketer Research [47 Prozent Ende 2003] 2007 deutlich darunter liegen.

In den kommenden drei Jahren werden in diesem Bereich zwei große Matches ausgetragen. Das erste dreht sich darum, Besitzer von Digital-TV in Kunden von interaktiven Diensten zu verwandeln, ausgetragen wird es zwischen Sat- und Kabel-TV.

Teilten sich Satelliten-Broadcaster und Kabelnetzbetreiber den 44 Millionen Teilnehmer umfassenden US-Markt Ende 2003 noch etwa 50 zu 50, so werde heuer erstmal digitales Kabel-TV vorne liegen, sagen die Autoren der Studie voraus. Gründe sind die vorhandene höhere technische Reichweite und deutlich mehr Möglichkeiten für interaktive Dienste als über Satellit.

Programmierbare Festplatten-Rekorder

Die Hand steuert die Fernbedienung, diese steuert das TV-Gerät und schon bald könnte sie die TV-Industrie in einem Ausmaß steuern, das sich niemand hatte vorstellen können, heißt es weiters in der Studie.

Dieser bedeutungsschwangere Satz bezieht sich auf Match zwei, das auf einer ganz anderen Ebene ausgetragen wird. TV-Stationen, ihre Vermarkter sowie die ganze Werbebranche müssten sich einer "einzigartigen Herausforderung" stellen, der ebenfalls der technische Fortschritt zu Grunde liegt.

Der Trend gehe eindeutig dahin, dass der digitale Kunde Programme zeitversetzt ansehen und alles unternehmen werde, um Werbespots auszublenden. Hauptgrund dafür ist die Kombination aus Verfügbarkeit einfach programmierbarer Festplatten-Recorder und den Gewohnheiten der Internet-Generation.