Digitales TV überholt Breitband
Die Zahl der mit digitalem Fernsehen ausgestatteten US-Haushalte wird in den kommenden Jahren die mit Breitband-Internet ausgestatteten überholen. Bis 2007 wird in 70 Millionen US-Haushalten digitales TV verfügbar sein, die Penetrationsrate für DSL & Co sollte laut einer Studie von eMarketer Research [47 Prozent Ende 2003] 2007 deutlich darunter liegen.
In den kommenden drei Jahren werden in diesem Bereich zwei große Matches ausgetragen. Das erste dreht sich darum, Besitzer von Digital-TV in Kunden von interaktiven Diensten zu verwandeln, ausgetragen wird es zwischen Sat- und Kabel-TV.
Teilten sich Satelliten-Broadcaster und Kabelnetzbetreiber den 44 Millionen Teilnehmer umfassenden US-Markt Ende 2003 noch etwa 50 zu 50, so werde heuer erstmal digitales Kabel-TV vorne liegen, sagen die Autoren der Studie voraus. Gründe sind die vorhandene höhere technische Reichweite und deutlich mehr Möglichkeiten für interaktive Dienste als über Satellit.
Digitales Kabel-TV - momentane Reichweite 40 Prozent der US-Haushalte verfügt im Unterschied zur konkurrierenden Technologie über einen eigenen Rückkanal.
Breitband wiederum hat Schmalband überholtProgrammierbare Festplatten-Rekorder
Die Hand steuert die Fernbedienung, diese steuert das TV-Gerät und schon bald könnte sie die TV-Industrie in einem Ausmaß steuern, das sich niemand hatte vorstellen können, heißt es weiters in der Studie.
Dieser bedeutungsschwangere Satz bezieht sich auf Match zwei, das auf einer ganz anderen Ebene ausgetragen wird. TV-Stationen, ihre Vermarkter sowie die ganze Werbebranche müssten sich einer "einzigartigen Herausforderung" stellen, der ebenfalls der technische Fortschritt zu Grunde liegt.
Der Trend gehe eindeutig dahin, dass der digitale Kunde Programme zeitversetzt ansehen und alles unternehmen werde, um Werbespots auszublenden. Hauptgrund dafür ist die Kombination aus Verfügbarkeit einfach programmierbarer Festplatten-Recorder und den Gewohnheiten der Internet-Generation.
Da Breitband-User ihren Bedarf an Unterhaltung zunehmend im Netz und zwar "on demand" stillten, würde diese Qualität zunehmend auch von der TV-Unterhaltung verlangt. Ganz generell werde die bisherige, klare Trennung in überkommene Kommunikations-Kategorien durch Breitband-Internet immer mehr vermischt.
FDigital-TV und Breitband in Österreich
