09.07.2004

ÖSTERREICH

330.000 nutzen Breitband via Kabel

Sehr zufrieden mit der Entwicklung des Breitband-Internetgeschäftes zeigte sich die Gruppe "Kabel-TV" im Fachverband der Telekommunikations- und Rundfunkunternehmen anlässlich der Präsentation des Branchenreports 2003.

Die Breitband-Kundenzahl stieg 2003 gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent auf insgesamt 330.718. Spitzenreiter ist Wien mit mehr als 180.000 Kabel-Internet-Kunden, gefolgt von Ober- und Niederösterreich.

Von den insgesamt 220 Kabelnetzbetreibern in Österreich bieten 106 den schnellen Internet-Zugang - um 15 Prozent mehr als 2002.

Mehrwertsteuer senken

Die steuerliche Absetzbarkeit von neuen Breitbandanschlüssen habe dabei aber nur wenig Kundenresonanz bewirkt, so der Geschäftsführer des Fachverbandes, Rene Tritscher.

In diesem Zusammenhang forderte er die sofortige Reduktion des Mehrwertsteuersatzes auf Breitbandanschlüsse von 20 auf zehn Prozent.

Auch die Tendenzen der Genossenschaften und Bauträger, ihren Mietern und Wohnungseigentümern die "Wahlmöglichkeiten zwischen Netzbetreibern zu verweigern", wurde heftig von Günther Singer, dem Vorsitzendem der Berufsgruppe "Kabel-TV" kritisiert.

Der Gesetzgeber sei gefordert, derartige "Monopole am Hauseingang" zu verhindern, so Singer.

Kabelfernsehmarkt stagniert

Auch das Interesse an Digital-TV steigt. Wurden Ende 2002 noch knapp mehr als 31.000 Konsumenten mit digitalen TV-Bildern versorgt, waren es Anfang 2004 über 41.000 Teilnehmer.

Rund 115 Kabel-TV-Unternehmen offerieren ein Kabel-Lokalprogramm, 27 Kabelbetreiber seien auch selbst Programmveranstalter von lokalen Kanälen.

Der Markt für Kabelfernsehen stagniert angesichts der massiven Konkurrenz durch Satelliten-TV.