Andrang für nächstes Roboterrennen
Für das nächste Rennen der autonomen Roboterfahrzeuge werden bis zu 500 Anmeldungen erwartet.
Laut dem Projekt Manager der Grand Challenge, Jose Negron, haben sich bereits 300 Teams für das Rennen am 8. Oktober angemeldet.
Veranstaltet wird das Rennen wieder von der Forschungsabteilung des US-Verteidigungsministerium DARPA, die sich dadurch neue Impulse und Technologiefortschritte erhofft. Bis 2015 soll ein Drittel der US-Militärfahrzeuge ohne Fahrer eingesetzt werden können.
Wie bereits beim ersten Rennen im März dieses Jahres werden wieder Universitäten, Firmen und Privatpersonen mit ihren selbstgebauten und- entwickelten Fahrzeugen um das Preisgeld von mittlerweile zwei Millionen Dollar kämpfen.
Weitere Details sind vorerst keine bekannt, im August wollen sich die Verantwortlichen im kalifornischen Anaheim treffen, um dort mehr Details zum Rennen zu nennen.
Rallye-Roboter scheiterten an sich selbstDARPA-Kalkulation ging auf
Das erste Rennen der Grand Challenge war zumindest für die Teilnehmer bekanntlich nicht sehr erfolgreich. Von rund 100 angemeldeten Teams schafften nur 14 die Qualifikation, keines der 13 Fahrzeuge [eines fiel aus] schaffte mehr als zwölf Kilometer der rund 229 Kilometer langen Strecke.
Allerdings schränkte die DARPA das Startfeld bereits im Vorfeld auf 25 Bots ein. Die plötzliche Regeländerung betraf vor allem die Bewerber mit geringem Budget.
Trotzdem hat sich das erste Rennen für Negron bereits gerechnet. Dadurch sei die Entwicklung von autonomen Fahrzeugen angekurbelt worden und das Pentagon habe weitaus mehr Einblicke in den "Einfallsreichtum" der Erbauer erhalten, die üblicherweise keine Kontakte mit dem Verteidigungsministerium pflegen, so der Organisator.
Den zwölf Millionen Dollar DARPA-Ausgaben für das Rennen würden 50 Millionen der Teams gegenüberstehen, die diese in die Entwicklung ihrer Fahrzeuge investiert haben, so Negron weiter.
Das erste Rennen war von einer Reihe Unwegsamkeiten gekennzeichnet. Bereits beim Qualifikationsrennen scheiterten die meisten Bots an den gestellten Aufgaben. Auch die Strecke wurde von ursprünglich 375 Kilometer heruntergekürzt.
Roboter-Rallye ohne qualifizierte BotsVirgina Tech will wieder starten
Einige der Teams, die bereits beim ersten Rennen dabei waren, sind bereits mit der Entwicklung ihrer neuen Fahrzeuge beschäftigt. Virginia Tech, deren umgebautes Golfmobil beim ersten Rennen aufgrund festgefressener Bremsen zum Stehen kam, will ab Herbst ein ganz neues Fahrzeug entwickeln. Ob das alte Fahrzeug ebenfalls zum Einsatz kommt steht für Teamleiter Charles Reinholtz derzeit noch nicht fest.
Einige der Teams des ersten Rennens haben dies ganz bewusst genutzt, um ihre Technik dem Regierungsvertretern und Firmen vorzuführen. So soll eine Stereo-Kamera, die im März beim Team DAD zum Einsatz kam, demnächst auch in Produktion gehen.
Bis dato hat sich die DARPA selbst aber mit Verträgen zu den gezeigten Technologien zurückgehalten, einige Gespräche sind aber bereits geführt worden.
Laut Negron könnten die Teams durch Verträge mit dem US-Verteidigungsministerium bei zukünftigen Rennen disqualifiziert sein.
Grand Challenge 05
