Rallye-Roboter scheiterten an sich selbst
Die Roboter der Wüsten-Rallye "Grand Challenge" scheiterten an mehr oder weniger harmlosen technischen Problemen und Navigationsschwierigkeiten.
Favorit "Sandstorm", das Fahrzeug des Teams Red, schaffte zwar neun Kilometer innerhalb der ersten 15 Minuten, kam dann jedoch vom Kurs ab und blieb an einem Hindernis hängen. Dabei fing einer der Vorderreifen Feuer.
Das umgebaute Golfmobil der Virginia Tech kam bereits nach wenigen Metern aufgrund festgefressener Bremsen zum Stehen. "Unser Fahrzeug wusste wohin der Weg geht, aber unsere Bremsen haben uns zurückgehalten", sagte Teammitglied Nick Elder.
Einige der Fahrzeuge brachen bereits knapp nach dem Start zusammen, eines kippte um, ein weiteres verhedderte sich im Stacheldraht. Von ursprünglich 25 Teams traten nur 13 zum Start an.
Das führerlose Motorrad "GhostRider" schaffte trotz Unterstützung durch einen AMD Athlon 64 Prozessor die Teilnahme nicht mehr. Es wurde vor dem Start aus dem Rennen zurückgezogen. Schon bei den Tests war das Motorrad über 150 Mal liegen geblieben, bei einer Demonstration schaffte es gerade einen Meter bevor es stürzte.
Athlon 64 steuert Roboter-BikeDARPA zeigt sich zufrieden
Veranstaltungschef Jose Negron meinte vor dem Start, dass Geschwindigkeit bei dem Rennen kein Thema sei. Nicht der Hase werde gewinnen, sondern die Schildkröte.
Dieses Motto scheint sich unter anderem das Team Caltech zu Herzen genommen zu haben, ihr umgebauter Chevrolet Tahoe Allrad namens "Bob" war zweieinhalb Stunden nach dem Start von der Ziellinie aus immer noch zu sehen.
Euphorisch zeigte sich der Sprecher der DARPA [Defense Advanced Research Projects Agency - Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums], Jan Walker angesichts der Ergebnisse. "Wir sind sehr zufrieden, dass manche Fahrzeuge eine Strecke von bis zu neun Kilometern geschafft haben". Das Rennen sei bewusst anspruchsvoll gewesen sei. Man habe sich engagiert, weil man die Technologie auf diesem Feld vorantreiben wolle.
Die Kosten des "Feldtests" belaufen sich auf nicht unerhebliche Summen. Allein die DARPA soll rund 13 Millionen USD für das Rennen ausgegeben haben, die Kosten mancher Teams dürften sich jeweils beim dem Vier- bis Fünffachen dieser Summe eingependelt haben, so eine Schätzung der DARPA.
Roboter-Rennen endet frühzeitig
