14.03.2004

AUTONOM

Rallye-Roboter scheiterten an sich selbst

Die Roboter der Wüsten-Rallye "Grand Challenge" scheiterten an mehr oder weniger harmlosen technischen Problemen und Navigationsschwierigkeiten.

Favorit "Sandstorm", das Fahrzeug des Teams Red, schaffte zwar neun Kilometer innerhalb der ersten 15 Minuten, kam dann jedoch vom Kurs ab und blieb an einem Hindernis hängen. Dabei fing einer der Vorderreifen Feuer.

Das umgebaute Golfmobil der Virginia Tech kam bereits nach wenigen Metern aufgrund festgefressener Bremsen zum Stehen. "Unser Fahrzeug wusste wohin der Weg geht, aber unsere Bremsen haben uns zurückgehalten", sagte Teammitglied Nick Elder.

Einige der Fahrzeuge brachen bereits knapp nach dem Start zusammen, eines kippte um, ein weiteres verhedderte sich im Stacheldraht. Von ursprünglich 25 Teams traten nur 13 zum Start an.

DARPA zeigt sich zufrieden

Veranstaltungschef Jose Negron meinte vor dem Start, dass Geschwindigkeit bei dem Rennen kein Thema sei. Nicht der Hase werde gewinnen, sondern die Schildkröte.

Dieses Motto scheint sich unter anderem das Team Caltech zu Herzen genommen zu haben, ihr umgebauter Chevrolet Tahoe Allrad namens "Bob" war zweieinhalb Stunden nach dem Start von der Ziellinie aus immer noch zu sehen.

Euphorisch zeigte sich der Sprecher der DARPA [Defense Advanced Research Projects Agency - Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums], Jan Walker angesichts der Ergebnisse. "Wir sind sehr zufrieden, dass manche Fahrzeuge eine Strecke von bis zu neun Kilometern geschafft haben". Das Rennen sei bewusst anspruchsvoll gewesen sei. Man habe sich engagiert, weil man die Technologie auf diesem Feld vorantreiben wolle.