23.04.2004

Q3 03/04

Rechtsstreitigkeiten drücken MS-Gewinn

Microsoft hat im dritten Quartal des laufenden Geschäftsjahres 2003/2004 wegen Sonderbelastungen in Milliardenhöhe durch einen Vergleich mit dem Konkurrenten Sun Microsystems und einer hohen Strafe der EU-Kartellrechtshüter einen starken Gewinnrückgang verbucht.

Microsoft verdiente in dem am 31. März beendeten Quartal nur noch 1,3 Mrd. USD [1,1 Mrd. Euro] gegenüber 2,1 Mrd. USD im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Der Gewinn pro Aktie fiel auf zwölf [Vorjahresvergleichszeit: 20] Cent.

Das Ergebnis wurde durch rechtliche Sonderausgaben in Höhe von 1,9 Mrd. USD nach Steuern belastet. Das entsprach einer Gewinnminderung von 17 Cent je Aktie.

Umsatz um 17 Prozent gesteigert

MS hat in der Berichtszeit jedoch ein glänzendes Geschäft gemacht. Der Umsatz erhöhte sich um 17 Prozent auf 9,2 Mrd. USD. "Alle Geschäftsbereiche haben unsere Erwartungen übertroffen", betonte MS-Finanzchef John Connors.

Die liquiden Mittel und kurzfristigen Investments wurden zu Quartalsende auf 56,4 Mrd. USD erhöht, gegenüber 49 Mrd. USD zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres.

Der Umsatz betrug in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres 27,5 [24,1] Mrd. USD. Der Gewinn fiel auf 5,5 [6,0] Mrd. USD oder 50 [55] Cent je Aktie.

Für das Schlussquartal des laufenden Geschäftsjahres rechnet MS mit einem Umsatz von 8,9 Mrd. USD bis neun Mrd. USD. Der Gewinn pro Aktie dürfte 23 Cent erreichen.