24.03.2004

ÖSTERREICH

Mobilfunker vermeiden UMTS-Begriff

Anlässlich der Computermesse CeBIT haben alle deutschen Mobilfunker bis auf Vodafone erklärt, den Begriff "UMTS" aus dem Sprachgebrauch streichen zu wollen.

Mit der Tilgung von UMTS aus dem Sprachgebrauch soll der bisher in der Deutschland vorherrschende Eindruck von UMTS schwinden: eine Technik, für welche die Branche seit dem Jahr 2000 allein in Europa weit über 100 Milliarden Euro ausgab, die aber auf Grund schwerwiegender Probleme erst mit mehr als einjähriger Verzögerung auf den Markt kommt.

In Österreich sieht man den UMTS-Begriff jedoch differenzierter.

Marke "TM3" bei T-Mobile Deutschland

Er erwartet ein anziehendes Geschäft: "Wir haben bereits das siebente Modell, vor allem aber mehr als ausreichende Stückzahlen im Handel. Vieles, was beispielsweise auf der CeBIT derzeit als UMTS präsentiert und diskutiert wird, bietet 3 bereits jetzt in Österreich an."

Den Begriff Mobile Multimedia, den Hutchison seit 2002 verwendet, will T-Mobile nun in Deutschland umsetzen. Unabhängig von der Technologie werden die Mobilfunkangebote aus dem Hause Deutsche Telekom daher ab sofort als T-Mobile Multimedia oder auch unter dem Kürzel TM3 vermarktet.

Mobilkom verzichtet auf UMTS-Bashing

Bei One sieht man UMTS als "Turboboost" bestehender Technologien und will ebenfalls die Technik als Selbstzweck vermarkten. Der Schwerpunkt liege auf den mobilen Internet- und Multimedia-Diensten, so One.

Die mobilkom austria hingegen hält es wie ihr internationaler Partner Vodafone. "Wir sehen keine Veranlassung, für UMTS einen neuen Begriff zu verwenden", so die mobilkom auf Anfrage. "Unsere Bestrebungen sind dahingehend, den bereits geläufigen Begriff mit positiven Inhalten zu besetzen." Allerdings erst dann, wenn ausreichend Endgeräte zur Verfügung stehen.

Bei tele.ring will man sich nicht auf eine Nomenklatur festlegen: "Letztendlich geht es nur um die Anwendungen", so Pressesprecher Walter Sattlberger im Gespräch mit futurezone.ORF.at. Gerade noch dem Begriff MMS traut er zu, in den allgemeinen Sprachgebrauch überzugehen.