22.03.2004

CEBIT 2004

"Geldbeutel sitzt nicht locker"

Die als "Messe der Medienkonvergenz" gestartete CeBIT 2004 kann die Erosion der Besucher auch heuer voraussichtlich nicht aufhalten.

Die komplette Integration der Sparte "Unterhaltungselektronik", die laut CeBIT-Statuten bis 2002 dezidiert kein Teil des Ausstellerprogramms war, brachte bis jetzt nicht deutlich mehr Besucher.

220.000 Besucher an den ersten drei der auf sieben Tage verkürzten größten Elektronikmesse der Welt lassen es zweifelhaft erscheinen, ob die insgesamt 560.000 Besucher des Jahres 2003 erreicht werden. In den Zahlen der ersten drei Tage 2004 ist der traditionell besucherstärkste CeBIT-Samstag bereits enthalten.

Wegen der Verkürzung der Messe um einen Tag könne man noch keine Prognose für die Gesamtzahl der Besucher abgeben, sagt die Messeleitung.

Moderates IT-Wachstum

Wie immer, wenn Besucherzahlen alles andere als rekordverdächtig sind, lobt man die Qualität der Kontakte und die Konkretheit der Gespräche. Laut "Deutscher Messe AG" kamen bis jetzt trotz Integration der Unterhaltungselektronik erneut zu "90 Prozent Fachbesucher."

Der in den vergangenen Jahren notorisch optimistische Branchenverband Bitkom betonte zwar die Zufriedenheit der Aussteller, "locker sitze der Geldbeutel bei den Unternehmen aber nicht."

Eine Prognose über den möglichen Umfang der Geschäfte wurde noch nicht gewagt, nur dass diese im Rahmen des von Bitkom proognostizierten ITK-Wachstums liege [IT und Telekombranchen]. Dies wiederum soll in Deutschland moderate 2,5 Prozent betragen.