Frankreich baut Videoüberwachung aus

Gesetzesentwurf
26.07.2007

Zahl der Kameras wird verdreifacht

Frankreich will bei der Terrorismus- und Kriminalitätsbekämpfung verstärkt auf Videoüberwachung setzen. Die Zahl der Überwachungskameras wird verdreifacht.

Das ist in einem Gesetzentwurf zur inneren Sicherheit vorgesehen. Das Gesetz soll nach der Sommerpause vorgelegt werden, sagte Innenministerin Michele Alliot-Marie am Donnerstag in Paris.

"Mehrere hundert Millionen Euro"

Die Kosten für die Installation von Kameras zur Überwachung von Straßen und Kaufhäusern, Bahnhöfen und Zügen bezifferte sie auf "mehrere hundert Millionen Euro".

Damit kommt Alliot-Marie der Forderung von Präsident Nicolas Sarkozy nach, das Netz der derzeit eine Million Überwachungskameras in Frankreich auszubauen.

Sarkozy hatte im Interview mit der Wochenzeitung "Le Journal du Dimanche" vor kurzem anerkennend von der Effizienz der britischen Überwachungskameras im Kampf gegen Terrorismus gesprochen.

In Großbritannien wird die Zahl der Übewachungskameras auf inzwischen 4,2 Millionen [staatliche und private Kameras] geschätzt. Im Durchschnitt wird jeder Brite am Tag rund 300 Mal erfasst.

(dpa)