Zwei weitere Oscar-Filme im Netz
Die Piraterie-Ängste Hollywoods rund um die Vorab-Kopien der Oscar-nominierten Filme scheinen sich nun zu bewahrheiten.
Nachdem schon letzte Woche hochqualitative Kopien des Films "Something's Gotta Give" und "The Last Samurai" im Internet gesichtet wurden, sind nun zwei weitere Filme, die den Oscar-Juroren zur Beurteilung vorab zugeschickt wurden, im Internet aufgetaucht.
Eine offensichtliche Kopie der Oscar-Kopie des Dramas "House of Sand and Fog" mit Ben Kingsley wurde auf eBay zum Kauf angeboten, das Bürgerkriegsepos "Cold Mountain" mit Jude Law, Nicole Kidman und Renee Zellweger in den Hauptrollen finden sich in einschlägigen Tauschbörsen zum Download.
80 Prozent unterzeichneten Anti-Piraterie-Erklärung
Die Oscar-Juroren mussten vorab eine Erklärung unterzeichnen,
wonach sie die Vorab-Kopien, die sie zur Ansicht erhalten, vor
unrechtmäßigem Zugriff schützen müssen. Rund 80 Prozent haben die
Erklärung unterzeichnet zurückgeschickt.
Oscar-Jury bleibt Risiko für HollywoodJuror bestreitet Vorwürfe
Da die auf Videokassetten versandten Filme mit versteckten Markierungen versehen wurden, soll eine Identifikation des jeweiligen Empfängers möglich sein.
So soll demnach das amerikanische Academy-Mitglied Ivan Kruglak, Chef einer Wireless-Data-Communications-Firma, für die nunmehr aufgetauchte Raubkopie von "House of Sand and Fog" verantwortlich sein.
Kruglak selbst bestreitet das jedoch: "Ich glaube ehrlich gesagt, dass sich schon jemand von der Vervielfältigungsfirma eine Kopie gemacht hat, bevor der Film mich überhaupt erreicht hat."
Studios wollten Vorab-Versand einstellen
Ursprünglich wollten die Filmstudios dieses Jahr gar keine
Vorab-Kopien mehr versenden, die Jury sollte ins Kino gehen. Nach
Einsprüchen der Indie-Labels musste das angestrebte Screener-Verbot
aber aufgehoben werden.
Sieg für Indie-Labels gegen Hollywood
