PeopleSoft rutscht in Verlustzone
PeopleSoft hat im dritten Quartal wegen Sonderbelastungen einen Nettoverlust von 7,3 Mio. USD verbucht.
Im Vorjahreszeitraum war noch ein Gewinn von 44,6 Mio. USD [38,1 Mio. Euro] erwirtschaftet worden, wie das Unternehmen bekannt gab.
Der Gesamtumsatz legte auf rund 624 [Vorjahresperiode 471] Mio. USD zu. Die Softwarelizenz-Erlöse stiegen auf 160 [122] Mio. USD.
Vor Einmalposten wies das Unternehmen einen Gewinn je Aktie von 17 Cent aus, der über der durchschnittlichen Analystenprognose von elf Cent liegt.
PeopleSoft hatte bereits Anfang Oktober mitgeteilt, im abgelaufenen Quartal seine Geschäftsprognosen für die Gesamterlöse, die viel beachteten Umsätze mit Software-Lizenzen sowie den Gewinn je Aktie übertroffen zu haben.
Gewinnprognose treibt PeopleSoft-AktienOracle-Offert kostet PeopleSoft Millionen
PeopleSoft versucht derzeit, ein feindliches Übernahmeoffert des größeren Rivalen Oracle über 7,3 Mrd. USD abzuwehren.
Die Übernahmepläne von Oracle werden derzeit von den Wettbewerbshütern in den USA und Europa geprüft.
PeopleSoft sind früheren Angaben zufolge Aufträge in zweistelliger Millionenhöhe entgangen, weil Kunden durch das Oracle-Angebot verunsichert wurden.
Zugleich registrierte PeopleSoft allerdings auch einen erhöhten Werbeeffekt durch den Übernahmekampf.
SAP als lachender Dritter
Als dessen Nutznießer sehen Experten allerdings vor allem die
deutsche SAP, weil sich viele PeopleSoft-Kunden aus Unsicherheit dem
deutschen Unternehmen zuwenden könnten.
SAP nutzt Verunsicherung durch Oracle
