07.10.2003

BIZ-SOFTWARE

Gewinnprognose treibt PeopleSoft-Aktien

Der US-Softwarekonzern PeopleSoft hat nach eigener Einschätzung im abgelaufenen Quartal seine Geschäftsprognosen übertroffen.

PeopleSoft-Aktien reagierten am Montag mit deutlichen Kursgewinnen auf die Mitteilung. Der Kurs stieg bis Börsenschluss auf 20,43 USD und damit einen USD über dem feindlichen Übernahmeangebot des Konkurrenten Oracle. Damit wird das Offert zunehmend unattraktiver für die PeopleSoft-Aktionäre.

Die Gesamterlöse, die viel beachteten Umsätze mit Softwarelizenzen und der Gewinn je Aktie seien im dritten Quartal dank einer starken Nachfrage nach den eigenen Softwareprodukten voraussichtlich höher ausgefallen als erwartet, teilte PeopleSoft mit, ohne genaue Zahlen zu nennen.

Übernahmeangebot läuft bis 17. Oktober

Oracle hatte seine Übernahmepläne für PeopleSoft im Juni nur vier Tage nach einem Kaufangebot von PeopleSoft an den kleineren Konkurrenten J.D. Edwards bekannt gegeben.

Das PeopleSoft-Management hatte das Oracle-Angebot abgelehnt und die Akquisition von J.D. Edwards vorangetrieben. Die Übernahmepläne von Oracle werden derzeit von den Wettbewerbshütern in den USA und Europa geprüft.

PeopleSoft sind nach eigenen Angaben Aufträge in zweistelliger Millionenhöhe entgangen, weil Kunden durch die Oracle-Offerte verunsichert wurden. Zugleich registrierte PeopleSoft auch einen erhöhten Werbeeffekt durch den Übernahmekampf. Als dessen Nutznießer sehen Experten allerdings vor allem das deutsche SAP, weil sich viele PeopleSoft-Kunden aus Unsicherheit dem deutschen Unternehmen zuwenden könnten.

SAP und Oracle legten zu

Die Aktien von Europas größtem Softwarehersteller SAP drehten nach der PeopleSoft-Mitteilung ins Plus und notierten zuletzt 0,8 Prozent höher mit 115,65 Euro. Oracle gewannen zwei Prozent auf 12,22 USD.