User Unsicherheitsfaktor Nummer eins
Egal ob Headcrash oder Wasserschaden, mit Zunahme der digital gespeicherten Daten kommt es auch immer öfter zu Datenverlusten.
Die Ursachen dafür liegen jedoch nicht nur bei technischem Versagen, sondern auch beim achtlosen Umgang mit dem Computer.
"Obwohl dieser Risikofaktor am leichtesten auszuschließen wäre, kommen immer mehr Fälle, die durch die Ungeschicklichkeit oder auch wutentbrannte Verzweiflungstaten der User verursacht wurden", so Adrian Palmer, Datenrettungsexperte bei Kroll Ontrack.
Internet ist Motor für Aggressionen
Laut einer britischen Studie ist das Internet geradezu ein Motor
für Aggressionen, der viele Nutzer sogar täglich ausrasten lässt.
Die Wut schlägt zwar meist in Resignation um, doch eine erkleckliche
Anzahl von Nutzern traktieren Rechner, Maus, Keyboard oder sogar
ihre Bürokollegen zum Stressabbau.
Die Wut im InternetDie spektakulärsten Fälle
Doch Feuer, Wein oder gar Schläge bedeuten nicht zwangsläufig den Tod der Daten.
Solange die physikalischen Informationen auf dem Speichermedium vorhanden sind, lassen sich die Inhalte meist noch retten.
Spektakulärstes Beispiel ist der Fall eines Notebook-Besitzers, der im Zuge eines Wutanfalls auf seinen Rechner geschossen hat. Kroll Ontrack konnte laut Palmer die Daten noch auslesen.
Ebenfalls wiederhergestellt werden konnten die Inhalte von gestohlenen PCs, die drei Wochen in einem Fluss lagen.
Wurf aus dem Fenster
Und ein Verdächtiger konnte selbst mit einem gezielten Wurf aus
dem Fenster seine Daten auf der Festplatte vor der Polizei, die eine
Wohnungsdurchsuchung angeordnet hatte, nicht verbergen.
Kroll OntrackRegelmäßige Back-ups
In den Top Ten der aufwendigsten gelungenen Rettungen findet sich auch ein Unternehmer, dem das Notebook beim Arbeiten in der Wanne ins Badewasser gerutscht ist.
Beinahe schon alltäglich sind Fälle von verschüttetem Wein, Kaffee oder anderen Getränken auf Laptops. Und selbst aus einem vom Lkw überfahrenen Notebook konnte der Dienst die Daten wiederherstellen.
"Die Leute glauben immer, so etwas passiert mir nie", so Palmer weiter. "Doch niemand ist vor Datenverlust sicher."
Um den Schaden und die Kosten im Unglücksfall zu begrenzen, mahnt Palmer daher zu regelmäßigen Back-ups.
Psychologische Betreuung bei Datenverlust
Der Datenrettungsdienst DriveSavers leistet sich sogar eine
eigene Psychologin, die den meist emotional sehr aufgewühlten Kunden
betreuen soll. "Die Leute sind total aufgebracht. Sie schreien, sie
weinen. Sie brauchen einfach jemanden, bei dem sie ihren Frust
herauslassen können, und dafür bin ich da", erklärt die Psychologin.
Psychologin hilft bei Datenverlust
