17.10.2003

DATA LOSS

User Unsicherheitsfaktor Nummer eins

Egal ob Headcrash oder Wasserschaden, mit Zunahme der digital gespeicherten Daten kommt es auch immer öfter zu Datenverlusten.

Die Ursachen dafür liegen jedoch nicht nur bei technischem Versagen, sondern auch beim achtlosen Umgang mit dem Computer.

"Obwohl dieser Risikofaktor am leichtesten auszuschließen wäre, kommen immer mehr Fälle, die durch die Ungeschicklichkeit oder auch wutentbrannte Verzweiflungstaten der User verursacht wurden", so Adrian Palmer, Datenrettungsexperte bei Kroll Ontrack.

Die spektakulärsten Fälle

Doch Feuer, Wein oder gar Schläge bedeuten nicht zwangsläufig den Tod der Daten.

Solange die physikalischen Informationen auf dem Speichermedium vorhanden sind, lassen sich die Inhalte meist noch retten.

Spektakulärstes Beispiel ist der Fall eines Notebook-Besitzers, der im Zuge eines Wutanfalls auf seinen Rechner geschossen hat. Kroll Ontrack konnte laut Palmer die Daten noch auslesen.

Ebenfalls wiederhergestellt werden konnten die Inhalte von gestohlenen PCs, die drei Wochen in einem Fluss lagen.

Regelmäßige Back-ups

In den Top Ten der aufwendigsten gelungenen Rettungen findet sich auch ein Unternehmer, dem das Notebook beim Arbeiten in der Wanne ins Badewasser gerutscht ist.

Beinahe schon alltäglich sind Fälle von verschüttetem Wein, Kaffee oder anderen Getränken auf Laptops. Und selbst aus einem vom Lkw überfahrenen Notebook konnte der Dienst die Daten wiederherstellen.

"Die Leute glauben immer, so etwas passiert mir nie", so Palmer weiter. "Doch niemand ist vor Datenverlust sicher."

Um den Schaden und die Kosten im Unglücksfall zu begrenzen, mahnt Palmer daher zu regelmäßigen Back-ups.