Gartner warnt vor Internet-Kriminalität
Bis zum Jahr 2005 wird jede fünfte Firma weltweit von Internet-Kriminalität betroffen sein, prophezeit das US-Beratungsunternehmen Gartner in einer aktuellen Studie.
Mit der steigenden Gefahr würden auch die Sicherheitsausgaben der Betriebe steigen, wenngleich nach wie vor viele davon ausgehen, dass die kriminelle Attacke ohnehin nur "die anderen" betreffe.
Gartner weist insbesondere auf die Sicherheitslücken bei drahtlosen lokalen Netzwerken [WLAN] und bei Instant Messengern wie ICQ hin.
Einheitliche Gesetzgebung fehlt
Aus Sicht des Londoner Kommunikationsrechtlers Ian Walden ist die
Computerkriminalität von den staatlichen Behörden kaum noch zu
kontrollieren. Es fehle nicht nur an der Qualifikation von Polizei
und Justiz, sondern auch an einheitlicher Gesetzgebung, kritisiert
Walden.
Cyberkriminalität "außer Kontrolle"Kein Anstieg in Österreich
Laut einer aktuellen Umfrage haben sich in Österreich die Befürchtungen, dass die "Computer- und Internet-Kriminalität" weiter zunehmen könnte, bisher nicht bewahrheitet.
Nur 13 Prozent aller Wirtschaftsdelikte wurden "überwiegend mit EDV-Unterstützung" begangen.
Damit stagniert dieser Wert auf dem Niveau von vor zwei Jahren.
Von allen Wirtschaftsverbrechen traten Eigentumsdelikte [74 Prozent] am häufigsten auf, gefolgt von gefälschten Rechnungen/Bilanzen [44 Prozent], Finanz-, Kredit-, Versicherungsbetrug [33 Prozent] und Betrug bei der Personal- oder Spesenverrechnung.
Österreich: Kein Cybercrime-Boom in der Wirtschaft
