09.07.2003

SERIE, TEIL 2

Wenn die Pässe Bio-Daten funken

Auch wenn sich die Prophezeiung von Innenminister Ernst Strasser [ÖVP] erfüllen sollte, dass die geplante Einführung biometrischer Daten in Reisepässen länger dauern würde als bis zum Ablauf des US-Ultimatums im Oktober 2004, an fehlenden technischen Vorarbeiten liegt eine mögliche Verspätung jedenfalls nicht.

Fünf verschiedene Spezial-Arbeitsgruppen von ISO/IEC [International Standards Organization, International Electrotechnical Commission] arbeiten parallel an Standards für biometrische Daten verschiedener Art.

Ob sich die Politik nun für die Integration von Fingerabdrücken, Iris-Scan oder Gesichtsvermessung entscheidet - Methoden, Übertragungsprotokolle und Datenbankformate für welche Form der Biometrie auch immer werden im Eiltempo standardisiert.

ISO-Subkomitee SC 37

Das alles passiert nicht erst, seitdem die EU offiziell bekannt gegeben hat, biometrische Daten in die Reisepässe zu integrieren.

Seit 1999 existiert eine Biometrie-Arbeitsgruppe im "Joint Technical Committe 1" von ISO/IEC, die auf Initiative der USA im August 2002 in den Rang eines eigenen technischen Subkomitees [SC 37] erhoben wurde.

Funkchips im Einsatz

Beim kommenden außerordentlichen Treffen in London von 22. bis 24 Juli wird das Subkomitee SC 17 [Cards and Personal Identification], aus dem SC 37 hervorgegangen ist, mit Vertretern der Luftfahrt [ICAO - International Civil Airline Association] tagen.