EU dürfte US-Biometrie-Deadline verfehlen
Die von der EU geplante Einführung biometrischer Daten in Reisepässen wird nach Einschätzung von Innenminister Ernst Strasser [ÖVP] "wahrscheinlich etwas länger dauern als bis Oktober 2004", dem Zeitpunkt, zu dem das die USA in Visa und Pässen vorschreiben.
Grund für die Verzögerung seien technische Probleme. So seien Fingerabdrücke noch immer nicht fälschungssicher, bei anderen Verfahren wie Iris- und Gesichtsfelderkennung gebe es eine "hohe Fehlerquote".
EU-Rat berät über Biometrie in VisaPolitik und Technik
Die EU-Staaten wollen nach Informationen vom Juni "so schnell wie möglich" biometrische Erkennungsmerkmale in Dokumenten für Drittstaatsangehörige und Reisepässen für EU-Bürger einführen.
Wie aus einer Schlussfolgerungen des EU-Gipfels im griechischen Porto Karras hervorging, soll die EU-Kommission entsprechende Vorschläge ausarbeiten und dabei mit den Visa beginnen.
Während die EU allerdings noch überlegt, welche biometrischen Daten wie in die Reisepässe aufgenommen werden sollten, werden auf der Ebene der internationalen Standardisierung von Biometrie allerdings bereits vollendete Tatsachen geschaffen:
Im "Joint Technical Committee 1" [JSTC1], das von der International Standards Organization [ISO] gemeinsam mit dem International Engineering Consortium [IEC] getragen wird, beschäftigen sich allein zwei Arbeitsgruppen des JSTC1 mit Standards für biometrische Daten auf Smart Cards und maschinenlesbaren Ausweisen.
Diese Standards sollen einem weltweit gültigen System biometrischer Identifikation auf maschinenlesbaren Dokumenten zu Grunde liegen, das die jüngst vorgelegten Anforderungen diverser US-Behörden erfüllt.
Biometrie-Standard für EU-Pässe
