08.07.2003

OKTOBER '04

EU dürfte US-Biometrie-Deadline verfehlen

Die von der EU geplante Einführung biometrischer Daten in Reisepässen wird nach Einschätzung von Innenminister Ernst Strasser [ÖVP] "wahrscheinlich etwas länger dauern als bis Oktober 2004", dem Zeitpunkt, zu dem das die USA in Visa und Pässen vorschreiben.

Politik und Technik

Die EU-Staaten wollen nach Informationen vom Juni "so schnell wie möglich" biometrische Erkennungsmerkmale in Dokumenten für Drittstaatsangehörige und Reisepässen für EU-Bürger einführen.

Wie aus einer Schlussfolgerungen des EU-Gipfels im griechischen Porto Karras hervorging, soll die EU-Kommission entsprechende Vorschläge ausarbeiten und dabei mit den Visa beginnen.

Während die EU allerdings noch überlegt, welche biometrischen Daten wie in die Reisepässe aufgenommen werden sollten, werden auf der Ebene der internationalen Standardisierung von Biometrie allerdings bereits vollendete Tatsachen geschaffen:

Im "Joint Technical Committee 1" [JSTC1], das von der International Standards Organization [ISO] gemeinsam mit dem International Engineering Consortium [IEC] getragen wird, beschäftigen sich allein zwei Arbeitsgruppen des JSTC1 mit Standards für biometrische Daten auf Smart Cards und maschinenlesbaren Ausweisen.