Industrie klagt gegen Altersbeschränkung
Nachdem ein US-Berufungsgericht Mitte der Woche den Jugendschutz für bestimmte Games aufgehoben hat, macht die International Digital Software Association [IDSA] nun mit ihrer Ankündigung ernst:
Gemeinsam mit den Nebenklägern Washington Retail Association, Video Software Dealers Association [VSDA], der Interactive Entertainment Merchants Association [IEMA] und der International Game Developers Association [IGDA] klagt die IDSA nun in Washington gegen die dortigen Altersbeschränkungen von Videogames mit gewalttätigem Inhalt.
Douglas Lowenstein von der IDSA zeigte sich zuversichtlich, Videospiele auf den gleichen rechtlichen Status wie bildende Künste, Bücher und Filme hieven zu können.
Auch Hal Halpin von der IEMA ist überzeugt, dass die Richter in Washington Händler und Distributoren nicht verantwortlich für Spielinhalte machen werden. Sie berufen sich auf das Recht auf freie Meinungsäußerung, wie es auch in Missouri zugestanden wurde.
Gericht kippt Verbot für GewaltspielePräzedenzfall
Das Gesetz in Washington verbietet den freien Verkauf von gewaltverherrlichenden Spielen an Kinder und Jugendliche.
Das entsprechende Gesetz [House Bill 1.009] soll am 27. Juli in Kraft treten und gilt als Präzendenzfall für eine entsprechende landesweite Regelung.
Jeder Verkäufer, der derartige Spiele an unter 17jährige verkauft, muss mit einer Strafe von 500 USD rechnen.
Keine Zielübungen auf Polizisten
Unter das Verkaufsverbot an Minderjährige fallen alle Titel, in
denen der Spieler Gewalt gegen "Law Enforcement Officials" anwendet
- womit das virtuelle Schießen auf Polizisten in Games für die
Hersteller im Zweifelsfall einen Verdienstausfall bedeutet.
Virtuelle Polizisten erschießen verboten
