Stadt Los Angeles migriert zu Google Mail

SOFTWARE
28.10.2009

Google sticht Microsoft aus

Großer Sieg für Google: Die rund 30.000 Angestellten der Stadtverwaltung von Los Angeles werden künftig das Browser-basierte E-Mail-System von Google nutzen. Der Verwaltungsrat der Millionenmetropole habe sich ohne Gegenstimmen dafür ausgesprochen, mit dem Suchmaschinenbetreiber dafür einen Vertrag in Höhe von 7,25 Mio. Dollar (4,9 Mio. Euro) zu schließen, berichtete die "Los Angeles Times" am Mittwoch. Ein Jahr lang hatte Google um diesen Kunden gekämpft und war gegen andere Software-Anbieter angetreten. Schließlich hatte das US-Unternehmen auch den Rivalen Microsoft ausgestochen.

Bedenken zu Cloud Computing

Google gelang mit dem neuen Großkunden ein großer Schritt nach vorn. Der Deal mit der Millionenmetropole könnte Vorbildcharakter für andere, kleinere Städte bekommen, sollte der Umstieg auf Googles Software erfolgreich sein. Die Chance sei groß, dass weitere Städte dem Vorbild folgen könnten, schreibt die Zeitung. Auch in der Stadtverwaltung von Washington DC sind Google-Anwendungen bereits im Einsatz.

Einige Ratsmitglieder hätten zuvor allerdings Bedenken angemeldet, da Googles Web-Angebot noch nicht erprobt sei. Zudem gehöre die Verwaltung der flächenmäßig größten Stadt der Vereinigten Staaten zu den ersten Großkunden des Suchmaschinenbetreibers beim E-Mail-System. "Es ist unklar, ob das innovativ ist oder der Rand einer Klippe, den wir überschreiten", sagte Ratsmitglied Paul Koretz. Die Stadtverwaltung verzichtete dem Bericht zufolge auch darauf, eine Klausel in den Vertrag zu nehmen, mit der Google im Fall von Datenverlust und Missbrauch in die Verantwortung genommen worden wäre. Die Polizei von Los Angeles hatte im Vorfeld Bedenken darüber geäußert, dass auch sensible Daten aus ihren Beständen bei Google gespeichert werden sollten.

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(dpa)