14.05.2003

STUDIE

Bildquelle: fuZo

Kinder stürmen weiter das Netz

Der Einzug von Computern und Internet ins Kinderzimmer hat sich weiter beschleunigt.

Von 375 befragten Kindern haben 372 [99,2 Prozent] bereits Erfahrungen mit dem Computer. Das zeigt eine aktuelle Studie des Marktforschers Emnid im Auftrag von Symantec.

Demnach steht bei zwei Dritteln der Befragten ein Rechner zu Hause zur Verfügung, ein Drittel verfügt sogar über einen eigenen PC im Zimmer. Auch in der Schule nutzen 36 Prozent der Befragten das Computerangebot.

Am liebsten wird gespielt

Genutzt wird der Rechner vom Nachwuchs am liebsten für Computerspiele [90 Prozent].

Über die Hälfte der Befragten [53 Proeznt] verbringen ihre Zeit am Computer am liebsten im Internet. Surfen, E-Mails schreiben und Chatten zählen dabei zu den beliebtesten Anwendungen.

Nur zwei Prozent gaben an, den Rechner auch für die Schule anzuwerfen und mit seiner Hilfe zu lernen.

Kinder sind sich der Risiken nicht bewusst

Bevor man den Nachwuchs unbeobachtet surfen lässt, sollten Eltern ihren Kindern jedoch sicherheitsrelevante Zurückhaltung bei der Weitergabe persönlicher Daten und dem Download unbekannter Programme nahe bringen.

So haben 24 Prozent in einem Chatroom schon einmal persönliche Daten wie Name, Alter oder Telefonnummer bekannt gegeben. Dabei gehen Mädchen mit ihren Daten grundsätzlich vorsichtiger um als Buben.

Andere Risiken sind Viren, Trojaner und Dialer, die man sich oftmals völlig ahnungslos herunterlädt und die unbemerkt Schaden anrichten können. Zwar können 77 Prozent der Kinder mit dem Begriff "Virus" etwas anfangen und wissen, dass diese riskant sind, doch nur sechs Prozent wissen von 0190-Dialern.

Eltern nur um Kosten besorgt

Die Eltern überwachen die Surfgewohnheiten ihrer Kinder zwar, dabei geht es ihnen aber in erster Linie um die Kosten und nicht um die Inhalte.

Die Hälfte der befragten Kids müssen eine zeitliche Begrenzung seitens der Eltern einhalten, aber nur ein Viertel bekommt inhaltliche Beschränkungen.

Immerhin zwei Prozent müssen mit den Eltern absprechen, welche Seiten besucht werden. Und ein Prozent hat eine Kindersicherung installiert.

Viele Eltern scheitern dabei an Wissenslücken über den Gebrauch von Computer und Internet.