PCs und TV machen Kinder schlapp
Die körperliche Fitness von Kindern und Jugendlichen nimmt in Deutschland kontinuierlich ab. Das ist das Ergebnis einer Studie mit mehr als 20.000 Schülern im Alter von sechs bis 18 Jahren, die heute in Berlin veröffentlicht wurde.
"Anstatt im Freien zu toben, sitzen sie vor dem Computer oder vor dem Fernsehapparat", sagte der Präsident des Deutschen Sportbundes [DSB], Manfred von Richthofen.
Allein unter den Zehn- bis 14-Jährigen sind heute 20 Prozent der Buben und 26 Prozent der Mädchen weniger fit als 1995. Von Richthofen nannte die Ergebnisse der Studie "niederschmetternd".
Die Daten wurden vom Wissenschaftlichen Institut der Ärzte Deutschlands [WIAD] im Auftrag des DSB und des AOK-Bundesverbandes ausgewertet.
WHO: "Epidemie der Inaktivität"Generation von Frühpensionisten
AOK-Chef Hans Jürgen Ahrens warnte gar vor einer Generation von Frühpensionisten.
"Der körperliche Zustand unserer Kinder und Jugendlichen ist nicht zufrieden stellend", sagte von Richthofen bei der Vorstellung der Studie. Die Heranwachsenden hätten einfach zu wenig Bewegung.
Die zweite WIAD-Studie belege die Tendenz der ersten Untersuchung aus dem Jahre 2000.
WIAD-Geschäftsführer Lothar Klaes warnte davor, dass eine schlechtere körperliche Fitness im Kindesalter nicht nur lebenslange Auswirkungen auf die Gesundheit haben könnte, sondern auch die Lebensqualität, das Sozialverhalten und das Lernvermögen von Kindern und Jugendlichen beeinflusse.
