14.05.2003

Q1/2003

Bildquelle: fuZo

JoWooD mit positivem Quartalsergebnis

Der steirische Computerspiele-Hersteller JoWooD, der Ende 2002 knapp an der Insolvenz vorbeigeschrammt war, hat im ersten Quartal 2003 ein positives Konzernergebnis erzielt.

"Wegen der konsequenten Umsetzung des Restrukturierungskonzepts" sei das Konzernergebnis nach Minderheiten im traditionell schwächsten Quartal des Geschäftsjahres von minus 182.000 Euro auf plus 35.000 Euro gestiegen, hieß es in einer Aussendung. Der Wert liege deutlich über den Planzahlen.

Das Betriebsergebnis [EBIT] habe sich von 219.000 auf 2,72 Mio. Euro verbessert.

Umsatz zurückgegangen

Der Umsatz ist im ersten Quartal hingegen von 13,95 Mio. auf 8,44 Mio. Euro zurückgegangen.

Dennoch liege dieser Wert, der auf die "erfolgreiche Umsetzung der neuen Vertriebsstruktur" zurückzuführen sei, über den eigenen Erwartungen.

Der Cash-Flow betrug 2,30 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote habe sich von vier Prozent per Ende September auf 13 Prozent per Ende März verbessert.

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten seien seit 31. März 2002 u.a. durch stille Ausgleichsverhandlungen auf 33,53 Mio. Euro gesenkt worden.

Deutlich positives Ergebnis erwartet

Im Zuge des neuen Vertriebskonzepts habe JoWooD bisher Vereinbarungen mit sechs wesentlichen Vertriebspartnern abgeschlossen, darunter mit Infogrames, Bigben Deutschland und dem amerikanischen Verlagshaus Encore.

Bereits die Garantiesummen dieser Vereinbarungen würden für 2003 ein positives Ergebnis erwarten lassen.

Da die zum Jahreswechsel abgeschlossenen Bankenvereinbarungen teilweise nicht eingehalten worden seien, seien die Aktivitäten der Dynamic Systems im ersten Quartal 2003 stark reduziert worden.

Auch die Distributionsaktivitäten der deutschen Vertriebstochter Leisuresoft seien wegen der Liquiditätsengpässe, die durch die Rückführung von Bankenlinien bedingt gewesen seien, reduziert und neu geordnet worden.