18.12.2002

GAME BIZ

Bildquelle: fuZo

Jowood baut Hälfte der Mitarbeiter ab

Die Zukunft des angeschlagenen steirischen Spieleentwicklers Jowood ist weiter ungewiss.

Die Aktionäre des schwer angeschlagenen Computerspiele-Herstellers haben in der heutigen außerordentlichen Hauptversammlung den Antrag des Aufsichtsrats auf eine Erhöhung des Grundkapitals um bis zu fünf Mio. Euro einstimmig angenommen.

Weiters beschloss der Game-Publisher einen harten Sparkurs: Standorte werden zusammengelegt und die Hälfte der derzeit rund 280 Mitarbeiter müssen gehen.

42,9 Mio. Euro Betriebsverlust bis 9/02

Der Umsatz des Spieleherstellers erreichte in den ersten neun Monaten unter Berücksichtigung der Restrukturierungskosten 30,2 Millionen Euro.

Das operative Ergebnis [EBIT] war mit minus 42,9 Millionen Euro ebenso tiefrot wie das Konzernergebnis mit minus 34,7 Millionen Euro. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren sowohl das EBIT als auch das Konzernergebnis noch leicht im Plus gelegen.

Grünes Licht für Kapitalerhöhung

Das Grundkapital des börsennotierten Unternehmens soll unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre wie geplant von 7.637.161 Euro auf bis zu 12.637.161 Euro aufgestockt werden.

Bis zu fünf Mio. Stück auf den Inhaber lautende Aktien im Nominale von je einem Euro und zum Ausgabepreis von mindestens 1,00 Euro will Jowood dabei emittieren. Die Zeichnungsfrist endet am 10. Jänner 2003.