17.04.2003

SNAIL-MAIL

Bildquelle: him / ORF.at

Echte Papierlawine online lostreten

US-Forscher warnen vor einer neuen Gefahr durch Spam-Attacken. Doch nicht digitale Werbe-Mails, sondern eine Flut an gedruckten Werbeprospekten im echten Postkasten fürchten die Wissenschaftler der Johns-Hopkins-Universität und der AT&T Labs.

Denn um eine solche Postlawine in Gang zu setzen, ist nichts weiter notwenig als ein Internet-Anschluss und ein paar Zeilen einfacher Code.

So könnte man für sein Opfer beispielsweise Tausende Kataloge über Online-Bestellformulare ordern.

Attacke kaum zu verhindern

Eine solche Attacke wäre gefährlich einfach auszuführen. Suchmaschinen finden derartige Formulare in Sekundenschnelle, und mit einfachstem Programmcode wäre es möglich, Name und Adresse des Opfers automatisch eintragen zu lassen.

Solche Angriffsmöglichkeiten zu verhindern ist schwierig. Eine Möglichkeit wäre ein visuelles Puzzle in den Formularen, das für das menschliche Auge leicht lösbar, für Computerprogramme aber eine unüberwindbare Hürde ist. So könnte etwa eine stark verzerrte und erst auf den zweiten Blick lesbare Buchstaben- und Ziffernfolge erkannt und nachgetippt werden müssen.

Auch die Verfolgung des Angreifers ist wohl kaum von Erfolg gekrönt. Hat dieser seine Attacke über eine anonyme Verbindung, im Internet-Cafe oder über ein ungeschütztes WLAN-Netz gestartet, gibt es keine Möglichkeit, ihm auf die Schliche zu kommen.