Ein "Spam-König" bekommt Post
Der "Spam-König" Alan Ralsky ist schon seit Jahren für die Penetranz seiner kommerziellen Massen-Mails genauso bekannt wie unbeliebt.
Den Zorn zahlloser Nutzer hatte Ralsky schon besonders gründlich auf sich gelenkt, weil er auch offen über das Vermögen sprach, das ihm seine Massensendungen eingebracht haben.
Als allerdings Ende November ein Artikel über Ralskys luxuriöse neue Villa publiziert wurde, schien für eine Reihe von Anti-Spam-Aktivisten die Zeit für eine Racheaktion gekommen:
Sie meldeten Ralsky in zahllosen Offline-Werbelisten an, nach denen analoge Werbesendungen per Post verschickt werden.
Das 740.000-USD-Haus Ralskys soll angeblich rund 800 Quadratmeter Wohnfläche haben und auch die Rechnerbatterien beheimaten, mit denen der Spam-König weltweit die E-Mail-Fächer verstopft.
Der auslösende ArtikelKein Spaß
Seit Anfang des Monats soll Ralsky jetzt selbst unter Spam leiden - allerdings dem altmodischen, der gedruckt auf Papier in den echten Briefkasten kommt.
Angeblich bekommt er bis heute täglich gleich säckeweise Werbesendungen per Post zugestellt.
Ralsky reagierte unterdessen ungehalten auf diese Belästigung und kündigte Klagen gegen die Urheber der Postflut an.
Sites wie Spamhaus.org beobachten die Aktivitäten des Spam-Königs schon seit Jahren. Die Anti-Spam-Community hatte nach einem Prozess, in dem Ralsky einem Vergleich zustimmen musste, zunächst Hoffnungen geschöpft, dass er seine Aktivitäten einstellen würde - bis der Bericht über sein neues Domizil kam, in dem auch von neuen Servern Ralskys in China, Russland, Indien und Kanada die Rede war.
Spamhaus.orgHitliste der Massenmails
Der Spamfilterdienst Brightmail hat erst letzte Woche eine Liste erstellt, welche die zehn häufigsten Spam-Messages aufreiht.
Dazu hat Brightmail eine Liste von Köder-Mailadressen erstellt, die wie gewünscht mit Spam überschwemmt wurden.
Demnach führte 2002 "Protect Your Computer Against Viruses for $9.95" noch vor "Verification Department", einem Spam, der zum Erwerb von Kreditkarten auffordert.
Die Spam-Hitliste 2002
