TA: Ametsreiter hält an Konvergenz fest

TELEKOMMUNIKATION
06.03.2009

Der designierte Telekom-Austria-Chef, Hannes Ametsreiter, will bei seinem neuen Job die Strategie, den Kunden Festnetz, Mobilfunk und Internet aus einer Hand anzubieten, weiterverfolgen.

Ametsreiter setzt auf Konvergenz: Es gebe österreichweit zwei Millionen Notebooks, da ergebe es Sinn, diese zu Hause mit DSL ans Breitbandinternet anzubinden und gleichzeitig eine Datenkarte für den mobilen Einsatz zu besitzen, so Ametsreiter am Freitag gegenüber der APA. "Wir sind die Einzigen, die das alles zusammen anbieten können", betonte der designierte TA-Chef weiters. Das Telekomkombiprodukt - bestehend aus Festnetz-, Internet- und Handyvertrag - konnte den starken Kundenrückgang im Festnetzsektor stoppen und sogar leicht ins Plus drehen. Er selbst setzt unterwegs auf ein Handy und einen Blackberry.

Wettbewerb geht weiter

In Österreich erwartet Ametsreiter weiterhin einen wettbewerbsintensiven Markt. Eine Bereinigung im Mobilfunkbereich kann er sich "gut vorstellen". Derzeit matcht sich Marktführer Mobilkom mit der Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile Austria, der France-Telecom-Tochter Orange und "3", einem Ableger des chinesischen Mischkonzerns Hutchison. Der Anbieter tele.ring wurde von T-Mobile geschluckt, die spanische Telefonica hatte zwar eine UMTS-Lizenz, ging aber nie an den Start

Prognose für 2009: Stabile Entwicklung

Für den Gesamtkonzern erwartet Ametsreiter 2009 eine stabile Entwicklung. Keine Überraschungen soll es auch beim Jobabbau geben, hier gelte, was Ende des Vorjahres vereinbart wurde. Sprich: Heuer und nächstes Jahr gibt es keine über die normale Fluktuation hinausgehende Reduktion.

Der Salzburger wird am 1. April die Nachfolge von Boris Nemsic antreten, der zum russischen Telekomkonzern VimpelCom wechselt. Ametsreiter ist dann Chef des Gesamtkonzerns, des Mobilfunk- und des Festnetzsektors.

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(APA)