Erotik soll UMTS-Entwicklung anführen
Der Chef des Erotik-Konzerns Private Media Group, Charles Prast, sagt in einem Interview voraus, dass Erotikangebote die UMTS-Entwicklung in der Anfangsphase anführen werden.
"Bei neuen Technologien machen Angebote für Erwachsene normalerweise rund 80 Prozent des Umsatzes aus", so Prast. "Das war bei VHS so, beim Internet und der DVD. Daher ist es nicht weit hergeholt, das Gleiche vom mobilen Internet anzunehmen."
Laut Prast fällt der Anteil der Erotikangebote nach der Einführungsphase einer neuen Technologie dann auf rund 20 Prozent.
"Forbes" wird auf der Site der Private Media Group mit folgender Aussage zitiert: "Kein Unternehmen ist in einer besseren Position, um von dieser Welt [dem Internet] zu profitieren."
Private Media GroupBunte Bilder mit Diskretion
Für Prast wird vor allem die Kombination aus besseren Handy-Displays und der Möglichkeit des diskreten Bezahlens die UMTS-Erotikdienste erfolgreich machen.
Dabei verweist er darauf, dass anders als im Intenet die Bezahlung sicher und besonders diskret über die Handyrechnung erfolge.
Die Private Media Group hat nach eigenen Angaben schon Verträge mit allen [!] Mobilnetzbetreibern in Spanien und Großbritannien für UMTS-Dienste geschlossen.
Die Telekom-Branche gibt sich beim Thema allerdings durchgehend bedeckt, weil sie offensichtlich den Ruf des potenziellen UMTS-Goldesels nicht beflecken will.
Die Marktforscher von Forrester Research bezeichneten die europäischen UMTS-Netzbetreiber unlängst als "Träumer". Eine Umfrage unter Managern von 26 Lizenzinhabern hat ergeben, dass 87 Prozent optimistisch in Bezug auf ihr 3G-Engagement sind und 31 Prozent glauben, dass es ganz bestimmt erfolgreich sein wird. "Nur zehn Prozent der europäischen Mobilfunkkunden werden 2007 UMTS nutzen ¿ das ist ein Fünftel der Erwartungen, die die Anbieter haben", hieltem Forrester-Analysten dagegen.
Profit mit UMTS erst 2014"Pornographic Digital Assistant"
Die Private Media Group will dieses Jahr auch Erotikinhalte auf Multimedia-Cards [MMC] vertreiben. Als "elektronisches Magazin" sollen diese Karten bei Usern von PDAs mit Microsofts Pocket-PC-Betriebssystem Absatz finden, wahrscheinlich werden auch Palm-OS-Geräte unterstützt.
Die Übertragung auf Handhelds soll allerdings erst "so richtig" mit dem neuen Mobilfunkstandard UMTS funktionieren.
Auf den Karten sollen Videoclips, "Erwachsenenspiele" und "multimediale Geschichten" als tonbegleitete Diashow zu finden sein. Auf den Markt sollen die Karten im ersten Quartal 2003 kommen.
Erotik via HandheldE-Commerce-Pioniere
Das Online-Sex-Business war tatsächlich ziemlich die einzige E-Kommerz-Branche, die von Beginn an Gewinne realisieren konnte.
Während herkömmliche Internet-Unternehmen wie Amazon auch vier Jahre nach ihrem Start noch immer keine schwarzen Zahlen schrieben, hatten die Websites mit den eindeutigen Angeboten schon 2000 oft jährliche Gewinnzuwächse von über 20 Prozent.
Die Traininigsschule Adult Webmasters School [AWS] in Berkeley lehrt seit 2001 ihre Schützlinge sogar den richtigen Einstieg ins Online-Pornogeschäft. Bei einem Großteil der Schüler handelt es sich laut AWS um Online-Business-Betreiber, die mit ihren bisherigen - "sauberen" - Unternehmen gescheitert sind.
Sex-Websites als Pioniere des E-Commerce
