Erotik via Handheld
Die auf den Neuen Markt strebende Private Media Group will künftig Erotik auch über Handhelds verkaufen.
"Wir arbeiten daran, demnächst auch erotische Inhalte über diese Rechner zu verkaufen", so Bert Milton, Vorstandsvorsitzender von Private Media.
Die Übertragung auf Handhelds werde allerdings erst so richtig mit dem neuen Mobilfunkstandard UMTS funktionieren.
Am 4. Februar auf den Neuen Markt
Der bereits an der US-Technologiebörse Nasdaq gelistete Anbieter
von pornografischen Filmen strebt zum 4. Februar ein Listing auf dem
Neuen Markt an und wäre damit dessen erster Neuzugang in diesem
Jahr.
Private Media Group - Nasdaq-ChartUmsatz und Gewinn steigen
Die in Barcelona ansässige Private Media verkauft Magazine, Videokassetten, DVDs und betreibt TV-Kanäle für "Erwachsenenunterhaltung". Im Geschäftsjahr 2000 erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 26,5 [Vorjahr: 18,0] Millionen Euro bei einem Überschuss von 5,4 [2,0] Millionen Euro.
Für 2001 erwarten die Analysten des Konsortialführers Commerzbank einen Umsatz von 36,9 Millionen Euro bei einem Ergebnis nach Steuern von 9,4 Millionen Euro.
Das Unternehmen habe stabile Umsätze aus den traditionellen Produkten Video und Zeitschrift und sei in den vergangenen Jahres vor allem durch die Verwertung der Inhalte via Internet und DVD gewachsen, sagte Milton.
Fragmentiertes Online-Pornobiz
In diesen Bereich wolle man weiter expandieren und dabei auch Unternehmen zukaufen. Auf dem sehr fragmentierten Erotikmarkt wolle Private die Konsolidierung vorantreiben. Unternehmen der Branche seien im Vergleich zu anderen Sektoren relativ günstig für das Zwei- bis Dreifache des Ergebnisses zu erwerben, wenn man die Übernahme nicht mit Aktien, sonder bar zahle.
Private bietet zwischen 25. Jänner und 1. Februar insgesamt 7,4 Millionen Aktien zur Zeichnung an. Den Angaben zufolge haben sich die Altaktionäre zu einer Haltefrist von zwölf Monaten verpflichtet.
Der Ausgabepreis werde sich an der Kursentwicklung in New York orientieren. Bei einem Nasdaq-Kurs von 7,60 USD am Mittwochnachmittag ergibt sich ein Gegenwert der Kapitalerhöhung von rund 44 Millionen USD.
