Astra 1K im Pazifik versenkt
Zwei Wochen nach seinem gescheiterten Start in den Weltraum ist der größte jemals für zivile Zwecke hergestellte Satellit Astra 1K im Pazifischen Ozean versenkt worden.
Der Satellit sei am Dienstagvormittag in den Südpazifik gestürzt, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf russische Raumfahrt-Vertreter.
Ende November hatte Astra 1K nach dem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan seine Umlaufbahn verfehlt. Die Eigner beschlossen daraufhin, den Satelliten aufzugeben.
Astra 1K verfehlte UmlaufbahnWiener Sat-Uplink auf Eis gelegt
Astra 1K gehörte dem Unternehmen SES Astra, einem Tochterunternehmen des in Luxemburg ansässigen Satellitenbetreibers SES Global. Das Unternehmen betreibt derzeit 29 Satelliten, die für die Übertragung von mehr als 1.100 Fernseh- und Radioprogrammen sowie Multimedia-Diensten verantwortlich sind.
Astra 1K sollte ursprünglich in 36.000 Kilometer Entfernung von der Erde ins All gebracht werden. Über den Satelliten mit einer Spannbreite von 37 Metern sollten in ganz Europa Fernsehprogramme und Multimedia-Inhalte empfangen werden können.
Als Folge des missglückten Starts des digitalen Astra-1K-Satelliten mussten auch die Pläne für eine Uplink-Station in Wien bis auf weiteres auf Eis gelegt werden. Eigentlich sollte die Wiener Sendeanlage Anfang 2003 errichtet werden und von einem "in Wien und europaweit tätigen Kabelnetzbetreiber" gemanagt werden.
Sie hätte Radio- und TV-Programme zum 1K-Satelliten senden sollen. Der Anbieter hätte seine Inhalte so europaweit vertreiben können.
Pläne für Wiener Sat-Uplink auf Eis gelegt
