10.12.2002

ABGANG

Bildquelle: ORF.at

Astra 1K im Pazifik versenkt

Zwei Wochen nach seinem gescheiterten Start in den Weltraum ist der größte jemals für zivile Zwecke hergestellte Satellit Astra 1K im Pazifischen Ozean versenkt worden.

Der Satellit sei am Dienstagvormittag in den Südpazifik gestürzt, berichtete die Nachrichtenagentur Interfax unter Berufung auf russische Raumfahrt-Vertreter.

Wiener Sat-Uplink auf Eis gelegt

Astra 1K gehörte dem Unternehmen SES Astra, einem Tochterunternehmen des in Luxemburg ansässigen Satellitenbetreibers SES Global. Das Unternehmen betreibt derzeit 29 Satelliten, die für die Übertragung von mehr als 1.100 Fernseh- und Radioprogrammen sowie Multimedia-Diensten verantwortlich sind.

Astra 1K sollte ursprünglich in 36.000 Kilometer Entfernung von der Erde ins All gebracht werden. Über den Satelliten mit einer Spannbreite von 37 Metern sollten in ganz Europa Fernsehprogramme und Multimedia-Inhalte empfangen werden können.

Als Folge des missglückten Starts des digitalen Astra-1K-Satelliten mussten auch die Pläne für eine Uplink-Station in Wien bis auf weiteres auf Eis gelegt werden. Eigentlich sollte die Wiener Sendeanlage Anfang 2003 errichtet werden und von einem "in Wien und europaweit tätigen Kabelnetzbetreiber" gemanagt werden.