Pläne für Wiener Sat-Uplink auf Eis gelegt
Als Folge des missglückten Starts des digitalen Astra-1K-Satelliten müssen die Pläne für eine Uplink-Station in Wien bis auf weiteres auf Eis gelegt werden.
Eigentlich sollte die Wiener Sendeanlage Anfang 2003 errichtet werden und von einem "in Wien und europaweit tätigen Kabelnetzbetreiber" gemanagt werden.
Sie hätte Radio- und TV-Programme zum 1K-Satelliten senden sollen. Der Anbieter hätte seine Inhalte so europaweit vertreiben können.
Statt 36.000 nur 180 km erreicht
Die Trägerrakete Proton mit Astra 1K war am 24. November vom
Weltraumbahnhof Baikonur gestartet. Wegen einer Anomalie bei einer
der Zündungen verfehlte der Satellit seine angestrebte Position in
36.000 Kilometer Entfernung von der Erde und erreichte nur 180
Kilometer Höhe.
Astra 1K verfehlte UmlaufbahnAstra-Vertriebsbüro
Wien war für den Uplink-Standort gewählt worden, da die Zuleitungskosten aus Osteuropa niedriger gewesen wären als zu den bestehenden Anlagen in Luxemburg.
Der [gemessen an der Zahl der Satelliten] weltgrößte Satellitenbetreiber SES Astra hatte gehofft, einige Lokal- und Regionalsender oder Spartensender als Kunden gewinnen zu können, zumal die österreichischen Haushalte bei der Versorgung mit Satellitenanlagen internationale Spitzenwerte aufweisen.
Ob das Astra-Vertriebsbüro, das vorrangig die Kapazitäten des 1K in Zentral- und Osteuropa, aber auch in Österreich selbst hätte vermarkten sollen, nächstes Jahr dennoch errichtet wird, ist noch unklar.
Inzwischen in 290 km Höhe stabilisiert
Inzwischen konnte der deutlich über 150 Mio. Euro teure Satellit
auf 290 Kilometer Höhe stabilisiert werden ¿ viel zu wenig für den
geplanten Gebrauch. Die weitere Vorgehensweise ist noch unklar.
Astra ist gegen den eingetretenen Schadensfall versichert.
Astra 1K in höhere Umlaufbahn gehievt
