Astra 1K in höhere Umlaufbahn gehievt
Der nach einem Fehlstart im All verirrte größte bisher gebaute zivile Kommunikationssatellit Astra 1K konnte am Mittwoch auf eine etwas höhere Umlaufbahn manövriert werden.
Wie die russischen Raumfahrtbehörden mitteilten, ist es der Betreiberfirma SES Global gelungen, den fünf Tonnen schweren Satelliten mit Hilfe der Manövrierraketen auf eine 300 Kilometer hohe Umlaufbahn zu bringen. In den nächsten Tagen soll eine 600 Kilometer hohe Umlaufbahn erreicht werden.
Anomalien beim Start
Die Trägerrakete Proton mit Astra 1K war am Dienstag um 4.04 Uhr
Ortszeit [0.04 Uhr MEZ] vom Weltraumbahnhof Baikonur gestartet. Über
den 110 Millionen Euro teuren Satelliten mit einer Spannbreite von
37 Metern sollten im Auftrag des Satellitenbetreibers SES Global in
ganz Europa Fernsehprogramme und Multimedia-Inhalte empfangen werden
können.
Astra 1K verfehlte UmlaufbahnViel zu niedrige Umlaufbahn
Nach dem Start vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan hatte der Satellit lediglich eine Umlaufbahn in 180 Kilometer Höhe statt der vorgesehenen 36.000 Kilometer erreicht.
Grund dafür war ein Fehler bei der Zündung des Antriebsblocks, der den Satelliten zu früh ausgesetzt hatte.
Der Satellit sollte auf der Astra-Orbitalposition 19,2° Ost zum Einsatz kommen. Der Footprint des Astra 1K sollte einerseits Osteuropa "bis hinter Moskau", andererseits den spanischen Raum umfassen. Bis zu 112 Fernsehkanäle vor allem in Mittel- und Osteuropa sollten übertragen werden.
