Gewaltiger Verlust bei Deutscher Telekom
Außerplanmäßige Abschreibungen haben bei der Deutschen Telekom zu einem Rekordfehlbetrag von 24,5 Milliarden Euro in den ersten neun Monaten dieses Jahres geführt.
Daher soll in diesem Jahr keine Dividende gezahlt werden. Das Minus ist der höchste Verlust, den jemals ein im Deutschen Aktienindex DAX notiertes Unternehmen ausweisen musste.
Ricke übernimmt DT-Chefsessel
Zugleich wurde Kai-Uwe Ricke [41] zum neuen Vorstandschef von
Europas größtem Telekom-Konzern ernannt. Er übernimmt sein Amt
bereits an diesem Freitag von Interims-Chef Helmut Sihler.
Viel Wind um keine Reform bei DTDividende wird einbehalten
In dem Rekordverlust enthalten sind rund 20,3 Milliarden Euro an Sonderabschreibungen für UMTS-Lizenzen und Auslandstöchter.
Bis Ende 2003 will die Telekom die Schulden von 64 auf 50 Milliarden Euro drücken. Dazu soll auch die einbehaltene Dividende in Höhe von etwa 1,5 Milliarden Euro beitragen.
Im operativen Geschäft stieg das Neun-Monats-Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen [EBITDA] um 5,6 Prozent auf zwölf Milliarden Euro. Beim Umsatz legte Europas größter Telekom-Konzern um zwölf Prozent auf 39,2 Milliarden Euro zu. Bei der Handysparte T-Mobile kletterte der EBITDA um 76 Prozent auf 3,85 Milliarden Euro.
Kein offizieller Ausblick auf Gesamtjahr
Einen Ausblick auf das Gesamtjahr gab das Unternehmen zunächst
nicht. In Medienberichten hatte es geheißen, der Konzern werde bis
Jahresende ein Minus von bis zu 28 Milliarden Euro anhäufen.
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