09.11.2002

KONTROLLE

Bildquelle: ms

Microsoft installiert Überwachungsgremium

Der Verwaltungsrat von Microsoft hat einen aus drei seiner Mitglieder bestehenden Kartellrechts-Überwachungsausschuss gebildet.

Der Ausschuss soll sicherstellen, dass Microsoft sich an die gerichtlichen Auflagen zum Abschluss des Kartellverfahrens zwischen neun amerikanischen Bundesstaaten und dem Software-Riesen hält.

Richterin Colleen Kollar-Kotelly in Washington hatte vor wenigen Tagen die Bildung des Überwachungsausschusses angeordnet. Ihm dürfen keine derzeitigen oder früheren Microsoft-Mitarbeiter angehören.

Der Ausschuss

Vorsitzender des Überwachungsgremiums wird Microsoft-Verwaltungsratsmitglied James I. Cash, ein Professor an der Harvard Business School.

Daneben wurden Raymond Gilmartin, der Konzernchef des Pharma-Riesen Merck & Co, sowie die frühere US-Arbeitsministerin Ann McLaughlin Korologos in den Ausschuss berufen. Sie sitzen beide im Microsoft-Verwaltungsrat.

Das Gremium muss jetzt einen festen Mitarbeiter anheuern, der die Überwachung durchführt. Er muss dem Ausschuss und Microsoft-Chef Steve Balmer direkt Bericht erstatten.

Konzern unter der Lupe

Der Microsoft-Verwaltungsrat nehme die Verantwortung "sehr ernst" und wolle die gerichtlichen Auflagen voll einhalten, versicherte er.

Es wurde auch auf die bedeutende Rolle verwiesen, die das US- Justizministerium und jeder der neun Justizminister der Bundesstaaten spiele, um die Einhaltung der gerichtlichen Anordnungen zu überwachen.