Regulator prüft Verhalten der TA
Die Telekom-Control-Kommission prüft die Netztrennung von Cybertron vom Netz der Telekom Austria [TA] wegen des Verdachtes auf Diskriminierung nach §34 des Telekommunikationsgesetzes.
Die TA habe nun eine Woche Zeit, zu den Bedenken des Regulators Stellung zu nehmen.
Sollte tatsächlich diskriminierendes Verhalten festgestellt werden, sei der Telekomregulator ermächtigt, der TA "ein bestimmtes Verhalten aufzuerlegen oder Verträge ganz oder teilweise für unwirksam zu erklären", hieß es.
TA nimmt Cybertron vom NetzDie Bedenken des Regulators
Die Netztrennung werde weiter untersucht, nachdem bereits vergangene Woche Voruntersuchungen eingeleitet worden seien, teilte die Rundfunk & Telekom Regulierungs-GmbH [RTR] heute mit.
Im Zusammenhang mit der Portierung von geographischen und Diensterufnummern bestehe der Verdacht, dass die TA sich selbst gegenüber anderen alternativen Netzanbietern bevorzugt behandle.
Gezieltes Abwerben der Cybertron-Kunden
Weiters bestehe der Verdacht, dass die Marketing-Abteilung der TA
Preselect-Kunden von Cybertron gezielt angerufen haben, um sie zu
einem Umstieg zur Telekom Austria zu bewegen. Diese Vorgehensweise
sei zumindest als bedenklich einzustufen.
Cybertron wird geplündertErreichbarkeit der Kunden ermöglichen
Oberste Zielsetzung des Regulators sei es gewesen, alles in ihrem Wirkungsbereich mögliche zu tun, um den von der Netztrennung betoffenen Cybertron-Kunden schnellstmöglich wieder die Erreichbarkeit zu ermöglichen.
Im Verlauf des vergangenen Freitags seien sowohl die genutzten geographischen als auch die Diensterufnummern aus dem Netz der Cybertron an andere Netzbetreiber zugeteilt worden. Nun liege es bei diesen, das Ihre dazu beizutragen.
