27.06.2002

TELKO DRAMA

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Cybertron beantragt Ausgleich

Der Telekombetreiber Cybertron hat am Donnerstag Nachmittag beim Handelsgericht Wien Ausgleich beantragt.

Nach bisherigen Angaben des Vorstands ist die Telefongesellschaft mit rund 60 Millionen Euro verschuldet, dies entspricht nahezu dem gesamten Vorjahresumsatz von 66,7 Millionen Euro.

Kurz vor 15 Uhr wurde die Aktie vom Börsenhandel ausgesetzt. Die für den 4. Juli 2002 angesetzte Hauptversammlung soll wie geplant durchgeführt werden.

Geschäftsgrundlage entzogen

Wie berichtet war es wegen der geplatzten Verhandlungen über einen Zahlungsplan für offene Rechnungen von angeblich gut 7 Millionen Euro gegenüber der Telekom Austria [TA] gestern, Mittwoch, um 0.00 Uhr zur Abschaltung der Verbindungsleitungen zwischen dem Telekom-Netz der Cybertron und dem TA-Netz gekommen.

Damit, so Cybertron, sei dem Unternehmen die Geschäftsgrundlage - der Betrieb eines österreichweiten, selbst betriebenen Telekomnetzes sowie die Erbringung von Sprach- und Datendiensten - entzogen worden.

Historie

Cybertron bietet seit 1996 österreichweit Datendienste und seit Mai 1998 Sprachdienste über ein Netz von Glasfaser- und Kupferleitungen sowie Richtfunkstrecken an.

Mit 66,7 Millionen Euro Umsatz [2001] ist Cybertron nach eigenen Angaben der zweitgrößte alternative Telekombetreiber Österreichs nach UTA.